Harnik bleibt ein Joker

21. Jänner 2011, 15:15
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Auch das Siegtor gegen Mainz brachte dem Österreicher keinen Platz in der Stammformation Stuttgarts beim Gastspiel in Dortmund - Klopp besteht weiter auf Understatement

Berlin - Die Konkurrenz hat bereits zur Meisterschaft gratuliert, Jürgen Klopp will diese Säuseltöne aber nicht hören. Schließlich hat der Dortmund-Trainer eine Mannschaft zu fokussieren, und da hilft Selbstzufriedenheit natürlich nicht weiter. Trotz eines komfortablen Vorsprungs von zwölf Punkten bleibt er also auch vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart seiner zurückhaltenden Linie treu.

"Ich habe nicht eine Sekunde das Gefühl, dass wir die Sterne vom Himmel spielen. Vom perfekten Spiel sind wir noch weit entfernt", sagte er vor dem Duell mit den Schwaben und nach dem famosen Rückrundenstart gegen Verfolger Bayer Leverkusen (3:1). Klopp muss auf Sven Bender, Shinji Kagawa (beim Asien Cup für Japan im Einsatz) und möglicherweise auch Mario Götze verzichten.

Beim Vorletzten dürfte für Martin Harnik trotz seines Siegestreffers gegen Mainz am vergangenen Wochenende wieder nur ein Platz auf der Ersatzbank reserviert sein. Trainer Bruno Labbadia hält am Joker-Status des Österreichers fest, vielleicht auch aufgrund leichter körperlicher Beschwerden. Dessen diesbezügliche Qualitäten sind manifest, sls Einwechselspieler brachte es der 23-Jährige bereits auf acht Treffer.

Beim FC Bayern ging es in den vergangenen Tagen verhältnismäßig ruhig zu. Angesichts des Rückstandes von 16 Punkten auf den BVB hat auch der Rekordmeister kapituliert. Zumindest offiziell: "Im Moment denke ich nicht an den Rathausbalkon, sondern an den zweiten Platz", outete sich Thomas Müller als ein erster Verlierer.

Nach dem enttäuschenden 1:1 in der Vorwoche in Wolfsburg gilt der Platz in der Champions League als einzig realistisches Ziel auf nationaler Ebene. Angesichts des Umfeldes (Hannover, Mainz, Leverkusen, Freiburg) dürfte dieses mit einer gewissen Souveränität machbar sein. Als nächstes will man - auch ohne die verletzten Franck Ribery, Ivica Olic und Toni Kroos - erst einmal eine "kleine Revanche" (Müller) an Kaiserslautern nehmen. Schließlich ging das erste Aufeinandertreffen mit 2:0 an die Pfälzer Aufsteiger. Diese müssen in der Allianz Arena unter anderem auf den verletzten Clemens Walch verzichten, Erwin Hoffer wird trotz der Sperre von Goalgetter Srdjan Lakic nicht in der Startformation beginnen. Zu Wochenmitte fielen für den Österreicher im Cup-Nachtrag immerhin ein paar Einsatzminuten ab.

Ebenfalls auf der Ersatzbank werden der Nürnberger Rubin Okotie in Freiburg und der Mainzer Andreas Ivanschitz daheim gegen Wolfsburg sitzen. Christian Fuchs hingegen zählt bei Mainz zur Stammformation, so wie David Alaba und Andreas Ibertsberger beim Heimspiel von Hoffenheim gegen St. Pauli. Auch Martin Stranzl bei Mönchengladbach vor eigenem Publikum gegen Leverkusen, Emanuel Pogatetz bei Hannover 96 gegen Schalke 04 und Marko Arnautovic bei Werder Bremen in Köln sind gesetzt. Sebastian Prödl fehlt wegen einer Gelb-Sperre. (red)

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    Martin Harnik steht weiterhin nicht in der ersten Reihe.

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