Burma: Internet-Zugang für Suu Kyi

21. Jänner 2011, 13:38
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Friedensnobelpreisträgerin "sehr glücklich"

Zwei Monate nach der Aufhebung ihres Hausarrests hat die Symbolfigur der burmesischen Demokratiebewegung, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, einen Internetanschluss. Sie sei "glücklich" darüber, endlich online gehen und sich von zu Hause aus mit ihren Mitstreitern austauschen zu können, sagte ihr Sicherheitschef Win Htein am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Derzeit fühle sie sich aber nicht gut, weshalb sie das Internet noch nicht nutze.

Internet-Beschränkungen

Nach ihrer Freilassung hatte die Vorsitzende der vom Militärregime aufgelösten Nationalen Liga für Demokratie (NLD) angekündigt, über Internetdienste wie Twitter oder Facebook Kontakt mit ihren Anhängern halten zu wollen. Sie meldete daher bei einem Privatunternehmen einen Internetanschluss an, ihr Antrag wurde aber an das Staatsunternehmen Yatanarpon Teleport weitergeleitet. Suu Kyi verbrachte 15 der vergangenen 21 Jahre in Haft oder unter Hausarrest.

Um sich zu Hause einen Internetanschluss einrichten zu lassen, bedarf es in Burma einer behördlichen Genehmigung. Die Internet-Beschränkungen in dem südostasiatischen Land gehören laut der Organisation "Reporter ohne Grenzen" (RSF) zu den striktesten weltweit. 2009 nutzte nach Angaben der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) nur jeder 455. Burmese das Internet. (APA)

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