Fernost-Börsen schließen tiefer

21. Jänner 2011, 13:22
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Sorgen um Zinserhöhung in China - Rohstoffwerte unter Druck

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag überwiegend tiefer tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio sank um 162,79 Zähler oder 1,56 Prozent auf 10.274,52 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor um 126,84 Zähler (minus 0,53 Prozent) auf 23.876,86 Einheiten.

Abschläge gab es auch an den Märkten in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.184,60 Zählern und einem Minus von 20,88 Punkten oder 0,65 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 31,1 Zähler oder 0,64 Prozent auf 4.860,9 Einheiten. Gegen den Trend schloss die chinesische Börse. Der Shanghai Composite legte um 1,41 Prozent oder 37,64 Zähler auf 2.715,29 Punkte zu.

Es waren die Sorgen einer weiteren Straffung der Chinesischen Geldpolitik die die asiatischen Märkte belasteten, sagte ein Marktteilnehmer. Die Volksrepublik sei weiterhin mit hohen Inflationsraten konfrontiert. Sollte sich das Preisniveau im ersten Quartal nicht absenken seien weitere Zinserhöhungen möglich, hieß es in einem Bericht der Börsenzeiten China Securities Journal.

Vor dem Hintergrund tieferer Öl- und Metallnotierungen kamen vor allem Rohstoffwerte unter Druck. Cnooc verloren 2,0 Prozent auf 18,64 Hongkong Dollar. Jinanxi Copper büßten 0,59 Prozent auf 25,35 Hongkong Dollar ein. BHP Billiton (minus 1,06 Prozent) auf 44,71 australische Dollar) und Rio Tinto (minus 1,39 Prozent auf 84,38 australische Dollar) mussten ebenfalls Abschläge einräumen.

Im Nikkei sanken die Aktien des Handelsunternehmens Mitsubishi Corp. 4,46 Prozent auf 2.273 Yen. Mitsui & Co. verloren 3,26 Prozent auf 1.393 Yen. Gut gesucht waren hingegen die Papiere von NEC. Das japanische Elektronikunternehmen und Chinas Computerhersteller Lenovo Group stehen einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor der Fusion ihrer PC-Geschäfte. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Freitag berichtete, könnte Lenovo die Mehrheit an NEC Personal Products Ltd übernehmen.

Die Börse in Shanghai erholte sich etwas von den deutlichen Verlusten des Vortages. Besonders stützend wirkten sich hier die Gewinne bei Immobilienwerten aus, nachdem in einer Branchenstudie von Goldman Sachs die Papiere chinesischer Immobilienentwickler von "neutral" auf "overweight" hochgestuft worden waren. So verteuerten sich Poly Real Estate 3,45 Prozent auf 13,48 Yuan und China Vanke gingen 2,95 Prozent höher bei 8,38 Yuan aus dem Handel. (APA)

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