"VIP Art Fair": Erste Kunstmesse im Cyberspace startet am Samstag

21. Jänner 2011, 13:12
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Läuft von 22. bis 30. Jänner - Werke von Künstlern wie Francis Bacon, Jackson Pollock oder Anselm Kiefer -

Warum sich als Kunsthändler und Sammler in kalten Wintermonaten unnötig vor die Tür wagen? Am morgigen Samstag startet die erste Kunstmesse "VIP Art Fair", die ausschließlich im Internet stattfindet. Bis 30. Jänner präsentieren sich 137 Galerien aus 30 Ländern dem interessierten Publikum, das durchaus bereit sein sollte, für Kunst Geld auszugeben. 50 Werke unter den 7.500 gelisteten kosten mehr als eine Million US-Dollar (742.280 Euro). Lediglich 100 Stücke sind für weniger als 5.000 Dollar (3.711 Euro) zu haben. Dafür finden sich prominente Namen unter den vertretenen Künstler: Francis Bacon, Damien Hirst, Jackson Pollock oder Anselm Kiefer und Erwin Wurm.

Auf der Galerienseite sind aus Österreich drei Vertreter bei der Erstausgabe der Messe mit an Bord: Die Galerien nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder und Krinzinger aus Wien sowie Thaddaeus Ropac aus Salzburg. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die US-Galerien Gagosian und David Zwirner, das Londoner Haus White Cube, Hauser & Wirth aus Zürich und die Berliner Galerie Max Hetzler.

Wirklichkeitsgetreu

Mittels innovativer Technologie soll es Sammlern ermöglicht werden, die Kunstwerke so wirklichkeitsgetreu wie möglich zu sehen. Sie werden in Relation zu anderen Kunstwerken und im relativen Maßstab zur menschlichen Figur dargestellt. Einzelheiten der Gemäldeoberfläche oder verschiedene Seiten eines dreidimensionalen Werks lassen sich heranziehen und vergrößern.

Zu den Händlern können die Kunstfreunde direkten Kontakt aufnehmen und sich in eigenen Private Rooms Arbeiten auf ihrem Computer zeigen lassen. Sich auf der Messe umzuschauen, ist gratis. Um die interaktiven Möglichkeiten zu nutzen, brauchen Besucher jedoch ein VIP-Ticket. Es kostet an den ersten beiden Tagen 100 US-Dollar (74 Euro) für die gesamte Messe. Wer erst am dritten Tag einsteigt, ist mit 20 Dollar (14 Euro) dabei. (APA)

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