Regierung erwägt Sondersteuer wegen Katastrophe

21. Jänner 2011, 09:38
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Premierministerin warnt vor höheren Lebensmittelpreisen und geringerem BIP

Sydney (APA/AFP) - Australiens Premierministerin Julia Gillard erwägt eine Sondersteuer zu erheben, um die durch das Hochwasser in mehreren Bundesstaaten verursachten Schäden zu beseitigen. Angesichts der Verwüstungen in Queensland stünden schwierige Entscheidungen an, sagte Gillard am Donnerstagabend dem Fernsehsender ABC.

Zwar sollten im Haushalt auch Einsparungen an anderer Stelle vorgenommen werden, möglich sei aber auch eine Sondersteuer. Sie warnte zudem, dass die Flutschäden zu einer Erhöhung der Lebensmittelpreise führen und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) senken könnten. Gleichwohl wolle die Regierung im Haushalt 2012 - 2013 einen Überschuss erwirtschaften.

Die Überschwemmungen haben den Bundesstaat Queensland in ein Katastrophengebiet verwandelt, betroffen sind auch vier weitere Bundesstaaten. Die Regierung rechnet damit, dass es sich um die teuerste Umweltkatastrophe in der Geschichte Australiens handelt. Experten zufolge könnten Schäden in Höhe von umgerechnet rund 15 Mrd. Euro entstanden sein. (APA)

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