ATX marschiert Richtung 1.300 Punkte

9. Mai 2003, 18:43
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Wiens Börse tendiert weiterhin freundlich - Der Markt hält nach dem BBAG/Brau-Union-Deal Ausschau nach neuen Übernahmekandidaten

Wien - Wiens Börse tendiert weiterhin freundlich: Der ATX stieg in dieser Woche um 1,9 Prozent auf 1.286,68 Punkte. Am Donnerstag hatte der Index der 21 wichtigsten heimischen Aktien kurzfristig bereits die Marke von 1.300 Punkten übersprungen. Getragen war der Anstieg von Kursaufschlägen auf breiter Front.

Nach der Ankündigung des Verkaufs der BBAG/Brau Union-Gruppe hält der Markt nun offenbar Ausschau nach neuen Übernahmekandidaten. Im Blickpunkt standen zuletzt unter anderen die Aktien der Semperit AG Holding, die um 9 Prozent zulegten und neben voestalpine (plus 10 Prozent) und Andritz (plus 8,7 Prozent) zu den größten Wochengewinnern gehörten.

AUA überrascht

Die AUA-Aktie kam überraschend auf ein Wochenplus von gut 3 Prozent, obwohl die Geschäftsergebnisse der rotweißroten Airline im ersten Quartal deutlich schlechter ausfielen als im Vorjahr. Die Konjunkturflaute, der Irak-Krieg und die Auswirkungen der Lungenkrankheit SARS bescherten bis März höhere Verluste.

Weiter im Aufwind waren voestalpine, die sich im Wochenvergleich um knapp 10 Prozent verteuerten. Auch VA Tech und Böhler-Uddeholm notierten fester und zwar um 3,6 bzw. 4,1 Prozent. Bei voestalpine, Böhler-Uddeholm und VA Tech stehen die Anteile der Staatsholding ÖIAG zum Verkauf.

TA und Erste enttäuschend

RHI stiegen um 5,6 Prozent. Der Feuerfest-Hersteller meldete für die ersten drei Monate 2003 einen Konzerngewinn, der sich im Jahresabstand mehr als verdoppelt hat. Die Finanzschulden konnten weiter abgebaut werden. Für das Gesamtjahr erwartet RHI ein über dem Vorjahr liegendes Ergebnis.

Die ATX-Schwergewichte Telekom Austria und Erste Bank verhinderten in der abgelaufenen Woche ein stärkeres Kursplus des Leitindex. TA pendelten weiterhin orientierungslos um den Ausgabekurs von 9 Euro, im Wochenverlauf gab es für die "Volksaktie" eine "Nullperformance". Erste Bank verloren 0,5 Prozent. Anfang nächster Woche will die bulgarische Regierung in Sofia entscheiden, ob die Erste Bank oder ihre Bieterkonkurrentin aus Ungarn, die OTP Bank, den Zuschlag für die zum Verkauf stehende Großsparkasse DSK erhält. Am kommenden Freitag legt die Erste Geschäftszahlen für das erste Quartal vor. (APA)

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    montage: derstandard.at
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