Malysz siegt in Zakopane vor Kofler

21. Jänner 2011, 19:17
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Fünf ÖSV-Springer unter den besten Zehn

Zakopane - Rund 45.000 Zuschauer waren aus dem Häuschen, als Lokalmatador Adam Malysz am Freitag im ersten von drei Weltcup-Skispringen in Zakopane zum Sieg flog. Der 33-Jährige feierte mit Weiten von 138,5 und 128,5 Metern seinen insgesamt 39. Erfolg im Weltcup, den ersten seit fast vier Jahren. 5,4 Punkte hinter dem zweifachen Olympia-Zweiten von Vancouver landete der Tiroler Andreas Kofler (127,5/134,5), der sich im Finale vom sechsten Rang verbesserte, an der zweiten Stelle. Sein Teamkollege Thomas Morgenstern (126,5/130,5) belegte unmittelbar vor Gregor Schlierenzauer (131,5/128,0) den fünften Rang und führt im Weltcup 417 Punkte vor Kofler.

Das ÖSV-Team von Cheftrainer Alexander Pointner, das erstmals seit dem Tournee-Finale in Bischofshofen wieder geschlossen antrat (nur David Zauner fehlt nach seinem Kreuzbandriss), dominiert das Geschehen weiter. Martin Koch als Neunter und Manuel Fettner als Zehnter sorgten dafür, dass insgesamt fünf Österreicher in den Top Ten vertreten waren. Normalschanzen-Weltmeister Wolfgang Loitzl (132,5/122,5) vergab dies durch einen schwächeren Sprung im 2. Durchgang und wurde 13. Pointner sah kaum einen Springer, der beide Sprünge fehlerlos absolvierte. "Malysz hatte einen super Grundstein gelegt, aber mit dem Fehler im zweiten Durchgang wäre er zu schlagen gewesen", sagte der ÖSV-Coach.

Poitner konstatierte eine neuerlich starke Leistung von Morgenstern, der wie Malysz und Ammann (Tages-4.) noch keinen Bewerb ausgelassen hat. "Der erste Sprung war ohne Aufwind sehr stark." Selbstvertrauen tankte auch Schlierenzauer, dem nach Bestweite im Probedurchgang auch der erste Sprung sehr gut gelang. Im Finale fiel er von der dritten Stelle zurück. "Man darf aber nicht nur auf die Platzierung schauen, sondern muss die Qualität der Sprünge sehen", relativierte Pointner.

Malysz, der vom finnischen Pointner-Vorgänger Hannu Lepistö betreut wird, war im WM-Winter schon mehrfach knapp daran, seine Durststrecke zu beenden (6 Podestplätze). Dass er ausgerechnet in seiner Heimat erstmals seit 25. März 2007 in Planica ganz oben auf dem Podest stand, freute ihn doppelt. Als erster Verfolger rückte er dem in der "ewigen" Weltcup-Bestenliste führenden Finnen Matti Nykänen bis auf sieben Siege nahe. (APA)

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