Armee rätselt über gestiegene Selbstmordrate

20. Jänner 2011, 18:46
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Im Jahr 2010 töteten sich 301 Soldaten selbst

Washington - Das US-Heer rätselt über eine gestiegene Selbstmordrate bei seinen Soldaten. Im vergangenen Jahr wählten 301 den Freitod, im Jahr 2009 waren es noch 242. Während bei den Soldaten im aktiven Dienst weniger Suizide gezählt wurden, verdoppelte sich die Zahl unter den Reservisten und Nationalgardisten beinahe. Wurden hier 2009 noch 80 Selbstmordfälle gezählt, waren es im vergangenen Jahr 145, berichteten Medien am Donnerstag unter Berufung auf Heeresangaben. "Wir wissen nicht, warum sich diese Menschen das Leben genommen haben", zitierte die "Washington Post" Vize-Stabschef Peter Chiarelli.

Insgesamt ist die Zahl der Selbstmorde aktiver Soldaten weiter höher als bei Angehörigen der Nationalgarde und Reserve. 2010 nahmen sich 156 aktive Soldaten das Leben nach 162 im Jahr davor - damit sank die Zahl erstmals seit sechs Jahren leicht. Die Army wertet das als Erfolg einer verbesserten psychologischen Betreuung der Soldaten. (APA/dpa)

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