Deutsche Telekom setzt in USA auf mobiles Internet

20. Jänner 2011, 18:28
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Bis 2014 peilt T-Mobile US einen Zuwachs von drei Mrd. Dollar bei den Erlösen an

Mit einem aggressiveren Marktauftritt, leistungsstarken Handys und ihrem schnellen Mobilfunknetz hat die Deutsche Telekom in den USA zum Angriff auf die Platzhirsche geblasen. "Wir wollen im wachsenden US-Geschäft mit dem mobilen Internet zulegen", kündigten Konzernchef Rene Obermann und Philipp Humm, Chef der US-Tochterfirma, am Donnerstag auf einem Investorentag in New York an. Nachdem die zweitgrößte Mobilfunkgesellschaft der Telekom im vergangenen Jahr schwächelte und vermehrt Vertragskunden an die Konkurrenten verlor, soll das Unternehmen schon in diesem Jahr wieder wachsen.

Zuwachs

Bis 2014 peilt T-Mobile US einen Zuwachs von drei Mrd. Dollar (2,23 Mrd. Euro) bei den Erlösen an. In den ersten drei Quartalen 2010 hatte das Unternehmen gut zwölf Mrd. Dollar erlöst. Neue Datentarife und das 4G-Netz mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 42 Megabit pro Sekunde sollen jetzt die Geschäfte ankurbeln. Die mobile Internetnutzung soll künftig noch günstiger werden. Ihren Vorsprung in der Technik wolle das Unternehmen zudem weiter ausbauen.

33,8 Millionen Kunden

Auf dem US-Markt ist T-Mobile mit 33,8 Millionen Kunden (Ende September 2010) hinter Verizon, AT&T und Sprint Nextel nur die Nummer vier. Immer wieder hatte es Spekulationen gegeben, dass die Telekom ihre Tochter möglicherweise verkaufen, in eine Partnerschaft oder an die Börse bringen wolle. Als Vorbild wird dabei Großbritannien gesehen, wo sich T-Mobile und Orange in einem Joint Venture verbündet hatten.

Mit Blick auf die Größenvorteile der Wettbewerber prüfe die Deutsche Telekom eine Reihe von Optionen, erklärten Obermann und Humm in New York. Dies schließe auch Partnerschaften mit anderen Unternehmen ein. Grundsätzlich sei T-Mobile aber stark genug, um bei künftigen Investitionsvorhaben handeln zu können. (APA)

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