Lollipops und Schwarze Mamba

20. Jänner 2011, 17:18
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Neue Attraktionen, alte Mängel im Wiener Wurstelprater - Die Neuerungen sollen die Kundenfrequenz steigern

Wien - Noch herrscht im Wiener Wurstelprater Winterruhe, doch schon bald sollen eine Schwarze Mamba für Aufsehen und bunte Lollipops für Fröhlichkeit sorgen.

"Nichts für schwache Nerven", beschreibt Mamba-Betreiber Walter Pondorfer sein neues Highspeed-Fahrgeschäft (so der Fachausdruck). Ab März beginnen die Aufbauarbeiten für die schlangenähnliche Schaukel, in der die Passagiere bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h in über 40 Meter Höhe gehievt werden.

Beschaulicher wird es ab Saisonstart Mitte März in der Straße des Ersten Mai zugehen. Sitzbänke mit integrierter Beleuchtung sollen zum Rasten und Verweilen animieren. Die graue Asphaltierung wird mit "bunten Riesenlollipops aufgepeppt" kündigt Christian Rötzer, Geschäftsführer der Prater Service GmbH, an. Die Kosten für die Revitalisierung des Straßenabschnitts betragen rund 600.000 Euro.

Die geplanten Neuerungen sollen die Kundenfrequenz steigern, auch wenn sie mit dem um 1,5 Millionen Euro ausgearbeiteten Generalthema "Wien um 1900" nicht viel zu tun haben. Inwieweit sich die bisherigen Investitionen auf die Gästezahlen ausgewirkt haben, kann aber aufgrund der fehlenden Besucherzählung ohnehin nicht gesagt werden.

Eindeutig festgestellt wurden hingegen die Mängel am umstrittenen Riesenradplatz: Exakt 111 Punkte stehen noch auf der To-do-Liste für das heurige Jahr. (mac/DER STANDARD, Printausgabe, 21. Jänner 2011)

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