PC-Hack durch USB-Tastatur-Emulator

Patrick Drexler, 6. März 2011, 14:40

USB-Sticks können Systemen schaden indem sie sich als Maus oder Keyboard ausgeben

USB-Sticks können Computer durch infizierte Dateien anstecken, wie hinlänglich bekannt ist. Weniger bekannt ist Nutzern hingegen, dass sich USB-Datenträger via USB-Anschluss auch als Tastatur ausgeben und so Tastenbefehle an den jeweiligen PC senden können. Auch kann dadurch eine Maus emuliert und die Kontrolle übernommen werden.

Funktionsweise

Mit nur wenigen Tastendrücken, abhängig vom Betriebssystem, lassen sich Computer so mit Viren oder Trojanern infizieren. Nutzer von Windows bemerken höchstens durch ein kurz aufspringendes Pop-Up-Fenster, dass sich ein sogenanntes "Human Interface Device" (HID) angemeldet hat, Linux-Benutzer können dies nur anhand der Logs erkennen. Bei HID handelt es sich um Geräte mit welchen Nutzern direkt interagieren, darunter etwa Tastaturen, Mäuse oder Joysticks.

Mögliche Hacks

Bislang nutzten Hacker für solche Attacken Mikrocontroller-Boards mit USB-Unterstützung, darunter etwa das Teensy-USB-Development-Board. Die Hardware ist bereits aus dem erfolgreichen Hack von Sonys Playstation 3 bekannt. Dass es keiner speziellen Hardware, etwa für die Emulation einer Tastatur, bedarf bewiesen die beiden Sicherheitsspezialisten Angelos Stavrou und Zhaohui Wang auf der Black-Hat-Konferenz. Für ihren Hack wurde der USB-Stack eines Android-Smartphones manipuliert und aufgespielt. Der USB-Stick gab sich dann gegenüber dem PC als Tastatur zu erkennen.

Die gezeigte Software wurde von den beiden Sicherheitsspezialisten bislang nicht veröffentlicht. Dafür gibt es für die Teensy-Boards seit geraumer Zeit ein spezielles Toolkit zum Aufspielen und Programmieren spezieller Payloads.

Scherz

Noch vor einigen Jahren präsentierte ThinkGeek den sogenannten "Keystroker V2". Das Gerät war als Scherz gedacht um etwa Arbeitskollegen durch unbeabsichtigte, automatisierte Tastendrücke zu ärgern. Dabei wurde allerdings niemals die linke Maus- oder Enter-Taste gedrückt, wie der Hersteller versichert. Folglich könne ein System durch den Keystroker keinen Schaden nehmen. (pd)

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Posting 1 bis 25 von 30
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ich sag's grad raus
00
15.3.2011, 16:26
Herman Toothrot
00

"Für ihren Hack wurde der USB-Stack eines Android-Smartphones manipuliert und aufgespielt. Der USB-Stick gab sich dann gegenüber dem PC als Tastatur zu erkennen."

wie jetzt? der stack von handy auf den stick und der dann an den pc (?)

das handy ist dabei nicht wichtig, oder?

@t-truismus
 
00

Laut beschreibung sendet das smart phone die befehle/keystrokes:
"This includes attacks where a compromised smart phone poses as a Human Interface Device (HID) and sends keystrokes in order to control the victim host."
http://www.blackhat.com/html/bh-d... ml#Stavrou

@Bild, ist das vor dem Buffet am 27c3 aufgenommen? :)

ora 600
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28.3.2011, 01:02
tun sie uns einen gefallen ...

... unsehen sie mal beim obigen link

- Black-Hat-Konferenz (Briefing)

mal unter dem menuepunkt "sponsoren" nach und berichten ihre eindruecke

chaossepp
00
Täusch ich mich, oder...

ist der eigentliche Vorteil, einen USB Stick als Tastatur zu tarnen nicht der, dass eine Tastatur bzw. Maus in der Regel nicht von der Liste erlaubter USB Devices gestrichen wird (im Gegensatz zu USB Sticks) und somit relativ leicht als Träger potentieller Schadsoftware verwenet werden kann?

Parkschwein
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wenn man einen normalen daten-usb-stick ansteckt führt das nicht automatisch zu codeausführung.
mit einem tastatur/maus-usb-stick kann man direkt beim anstecken aktionen ausführen. das ist der "vorteil".
die idee ist einfach aber garnicht deppert

Stefan Nowak
00
25.3.2011, 22:24

Stark wird überhaupt die Kombination aus vorgegaukeltem Eingabegerät und Schadsoftware! Somit wird GUI Scripting möglich.

Die Pseudo-Tastatur gibt dann zB eine global verfügbare Tastenkombinationen zum Starten ausführbarer Programme ein (zB auf Windows "WIN-R"), gibt dann den Pfad zum Schadprogramm auf dem USB-Massenspeicher ein, und sendet dann ein ENTER, und zwar in einem Tempo, dass der Benutzer maximal ein kurzes Flackern ("nur Bildfehler") mitkriegt.

Bei Bedarf könnte ein Pseudo-Maus-Eingabegerät auch Klicks an Stellen abgeben, wo etwaige Sicherheitsprompts am wahrscheinlichsten sind.

Etc, etc.

Natürlich, viel davon kann ins nicht

Hosh Bert
00
hardwarekeylogger...

...sind auch gut :D

Tornos
00

Wenn man schon Zugang zum PC hat um den Stick anzustecken der dann sogar Tastaturbefehle emulieren kann ...
Wieso drück man nicht gleich die Tasten auf der Tastatur?

Roland Schweiger1
00
weil es hier wohl mehr um keyboard Sniffer geht.

Hier ist wohl von der Idee eines Hardware KeyLoggers die Rede? Was mir immer wieder auffällt: alle 2 Sekunden wird über Sicherheit und potentielle Risiken usw. berichtet, und in der Tat, über eines der größten und wirklich gefährlichen Risiken wird selten geredet, eben der Keylogger. Von alleine übers Netz kann sich so einer nicht installieren aber sehr wohl über präparierte USB sticks. Und was nützt die schönste Encryption wenn alle PWs als Text übertragen werden? Bei Banken würde ich mir deshalb des öfteren eine Bildschirm-Tastatur wünschen, und zwar nicht bei der TAN Eingabe sondern bei Kto Nr / Verfüger und Pin. Da hats der keylogger dann schon schwerer...

r41|\|3r
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vielleicht muss man warten bis ein benutzer angemeldet ist ...
usb stick per post verschicken ...
usb stick verschenken ...
usb stick liegen lassen ...

moski0815
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Möglicherweise hat man eben nicht diesen Zugang, aber der Stick kann Leuten mit Zugang untergejubelt werden.

r8r
 
03

War recht interessant, das beim Live Hacking Vortrag am Heise Stand auf der CeBIT demonstriert zu bekommen.
An alle Unker: Es geht darum in erster Linie darum, "nichtsahnende" Leute mit einem präparierten Strick dazu zu bringen, Löcher in ihre Infrastruktur zu machen, mit Hilfe derer dann die dann in weiterer Folge Unfug getrieben werden kann.

Mathias
 
00
Es geht darum in erster Linie darum, "nichtsahnende" Leute mit einem präparierten Strick dazu zu bringen ...

Also im Grunde könnte das jeder USB-Stick sein, der als Werbeartikel verschenkt wird :-)

Mathias
 
00
Es geht darum in erster Linie darum, "nichtsahnende" Leute mit einem präparierten Strick dazu zu bringen ...

Hagbard.Celine
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Verwundert mich kein Stück.

Wenn ein Rechner physisch erreichbar ist, ist er verwundbar.

Nur, wieso sind solche Dinge erst jetzt so in Mode gekommen?

Reich sein muss sich lohnen!
10
Panikmache?

Ja, wer Zugang zu meinem PC hat kann dort USB-Controller anstecken die sich als Tatstatur ausgeben und Tasten drücken.

Er könnte aber auch einfach die Tastatur verwenden die vor meinem PC liegt.

Ein zusätzliches Gefahrenpotential sehe ich eigentlich nur falls jemand mein Handy "kapert" und darauf diese USB-Emulation laufen lässt und so Tastatur- und Mouse-Eingaben an meinem PC sendet (die ich imho aber mitbekommen würde).

Alles andere setzt physischen Zugang zu meinem PC voraus und wer diesen hat der braucht diese Emulation nicht mehr...

AlBundyFan
 
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und was

wenn jemand einen bestehenden stick durch ein täuschend echt aussehenes imitat austaust, welches dann der benutzer arglos an den pc anschließt?

da gibts dann keinen zugang zum pc und trotzdem nützt einem das teil.

das wird bei deinem pc egal sein, weil da nix intressantes drauf ist, aber für industriespionage ist das ein gutes einsatzgebiet.

Deci
10
Darum: Thunderbolt!

Reich sein muss sich lohnen!
00

Genau, da haben sie gleich direkten Zugang zum Arbeitsspeicher und können sich das Gefrickel mit dem gefakten Keyboard sparen.

Deci
01

Achtung: Mein Posting enthält Ironie! ; )

märchenonkel
10
ein Hoax jagt den anderen ...

Occam's Laser
46

Der dunkle Hacker in seiner Kommandozentrale mit selbstgebauten, von schwarzer Magie angetriebenen, haushohen "mega"-servern die grün leuchten, weil grünes und schwarz die Farben der Hacker sind, die sich in den finsteren Ecken des Internets rumtreiben. Gefährliches Gesindel, ohne Skrupel und Anstand. Hätten Kinder Kreditkarten, würden sie auch deren Daten stehlen um sich selbst zu bereichern und mehr megaserver erwerben um größeren und ernsteren Schaden anrichten zu können. Mit ihren USB-Sticks, Stacks und Payloads ergreifen sie die Macht und sind eine Gefahr für die allgemeinheit. Aber man findet sie nicht, denn ihre Kommandozentralen sind gut versteckt. Außerdem sind sie dunkel.

Objektiv_Subjektiv
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da is man mal unkonventionell lustig und jeder glaubt man hätte was genommen, langweiliges, konservatives österreich

Psycho Dad
10
drogen?

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