Österreich bleibt Triple-A-Musterschüler

20. Jänner 2011, 12:52
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Ratingagentur: Ost-Engagement der Banken mögliches Risiko für Regierung, Kreditinstitute aber ausreichend kapitalisiert

Wien/London - Die Ratingagentur Moody's hat am Donnerstag das Triple-A-Rating der Republik Österreich bestätigt. Im Dezember hatte auch die Agentur Standard & Poor's (S&P) Österreich die beste Kreditwürdigkeit bescheinigt. Der Ausblick wurde von beiden Agenturen mit "stabil" angegeben. Österreich bekomme die Bestnote wegen seiner wirtschaftlichen Stärke, die wiederum den qualifizierten Arbeitskräften und einem konkurrenzfähigen Exportsektor zu verdanken sei. Dies habe Österreich geholfen, in den vergangenen Jahren rascher zu wachsen als der europäische Durchschnitt, so Moody's-Analystin Kathrin Muehlbronner.

Obwohl Österreich mit 48 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) eine der höchsten Abgabenquoten der EU habe, sei die Regierung imstande, die negative Schuldendynamik umzukehren. Denn schon früher seien "sehr niedrige Budgetdefizite" über längere Zeiträume erreicht worden.

Das große Engagement der heimischen Banken in Osteuropa sieht Moody's als mögliches Risiko für die Regierung an - obwohl sich fast 75 Prozent des Geldes in besser entwickelten und integrierten EU-Ländern befänden. Die Banken hätten ihre Vorsorgen erhöht und seien nunmehr adäquat kapitalisiert. Nach Meinung von Moody's könnten die Kreditinstitute allfällige Verluste selbst tragen. Es zeichne sich nicht ab, dass der Staat - respektive Steuerzahler - Geld hineinpumpen muss.

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