Schulmodell soll auf alle Hauptschulen ausgeweitet werden

20. Jänner 2011, 11:45
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Bildungslandesrat Heuras forderte Unterstützung des Bundes ein

St. Pölten - Das derzeit in 50 niederösterreichischen Hauptschulen laufende Schulmodell soll auf das gesamte Bundesland ausgeweitet werden, kündigte Bildungslandesrat Johann Heuras (ÖVP) am Donnerstag an. Er schätzt, dass 60 bis 70 Prozent der - insgesamt 263 - Hauptschulen das Angebot annehmen werden. Vom Bund forderte Heuras, die nach Aufhebung der Zehn-Prozent-Deckelung für die Neue Mittelschule zugesagten 130 Millionen Euro anteilsmäßig für die Umsetzung zur Verfügung zu stellen.

Eine erste Evaluierung - das Modell wird seit eineinhalb Jahren umgesetzt - hat laut Heuras eine positive Resonanz bei Lehrern, Eltern und Schülern ergeben. "Es geht nicht um den Tausch von Schildern", vielmehr stünden vermehrte Individualität und höhere Qualität im Vordergrund, sprach der Landesrat von schülerzentriertem, team- und projektorientiertem, fächerübergreifendem Unterricht. Das NÖ Schulmodell werte die Hauptschulen zur Bildungsdrehscheibe für die Zehn- bis 14-Jährigen auf - mit allen Chancen auf einen Übergang zu weiteren Bildungswegen.

Zur Zeitschiene der Umsetzung erläuterte Heuras, dass die Schuldirektoren in der kommenden Woche informiert werden sollen, damit jene "die wollen", im Herbst 2011 starten könnten. Das Land werde die Schulen am Weg begleiten und die Einhaltung der Qualitätskriterien beobachten. Zur Verfügung gestellt wird u.a. ein "Projektkonto" (maximal 3.000 Euro). Unter Einbindung von Vereinen sollen auch ganztägige Schulformen unterstützt werden. (APA)

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