Polytec reduziert Verschuldung um über 50 Prozent

20. Jänner 2011, 11:36
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Wien - Der börsenotierte oberösterreichische Autozulieferer Polytec konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 seine Nettoverschuldung um 50 Prozent reduzieren. Die Restrukturierungsfinanzierung über 31 Mio. Euro sei vollständig rückgeführt und die für diese Finanzierung sicherungsübereigneten Aktien daher wieder an den Gründer und CEO der Gesellschaft, Friedrich Huemer bzw. an dessen Huemer Holding Gmbh rückübertragen worden, teilte Polytec am Donnerstag ad hoc mit.

Der Umsatz des 2009 in die Verlustzone geratenen Autozulieferers hat sich 2010 nach vorläufigen Daten um 27 Prozent auf 770 Mio. Euro erhöht, das EBITDA werde mindestens 50 Mio. Euro betragen, was einer EBITDA Marge von zumindest 6,5 Prozent entspreche, so Polytec weiter. Auf Nettobasis erwartet die Gesellschaft ein Ergebnis je Aktie von etwas weniger als 1 Euro. Im Finanzergebnis ist ein positiver Einmaleffekt von rund 6 Mio. Euro aus der Veräußerung der Grammeraktien enthalten.

Maßnahmen

Die rasche Rückführung der Restrukturierungsfinanzierung sei neben der Erholung der Automobilindustrie auch auf die konsequente Umsetzung von operativen und vertriebsseitigen Maßnahmen des Konzerns zurückzuführen, so Polytec. Die Nettofinanzverbindlichkeiten konnten von 70 auf 28,4 Mio. Euro gesenkt werden.

Nach Rückübertragung der Aktien wird Huemer wieder knapp über 30 Prozent der Stimmrechte über ihm zurechenbare Gesellschaften halten. Eine Angebotspflicht nach dem Übernahmegesetz werde dadurch nicht ausgelöst, heißt es. (APA)

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