Gericht sieht Fehlberatung durch Constantia

20. Jänner 2011, 11:01
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Urteil nicht rechtskräftig

Wien - Die Causa Immofinanz ist um ein Urteil reicher: Die Constantia Privatbank (CPB), die einst Immofinanz und Immoeast gemanagt hat und durch Aktienaufkäufe den Kurs der Immofirmen nach oben getrieben haben soll, muss einem Anleger Schadenersatz zahlen - wegen "rechtswidriger und grob schuldhafter Fehlberatung". Die Bank habe es verabsäumt, im bestmöglichen Interesse des Kunden zu handeln und für die Anlageentscheidung relevante Informationen offenzulegen, so das Handelsgericht (HG) Wien in einem nicht rechtskräftigen Entscheid, aus dem die "Presse" zitiert.

Die CPB-Spitze habe schon im August 2007 gewusst, dass die Kursverluste dauerhaft wären. In Sorge um die Existenz der Bank und der Immo-Töchter seien jedoch sogar gegenüber der Finanzmarktaufsicht (FMA) ein Investor fingiert und falsche Angaben gemacht worden. Nach Bekanntwerden der Malversationen 2008 rasselte der Kurs in den Keller. Laut Gericht ist der Verlust jedenfalls nicht auf die Subprime-Krise zurückzuführen, sondern auf verbotene Transaktionen zwischen der mittlerweile geteilten und verkauften CPB, Immofinanz und Immoeast. (APA)

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