Generali Österreich optimistisch für 2011

20. Jänner 2011, 09:45
1 Posting

Wien - Die Generali-Versicherungsgruppe in Österreich hat im Vorjahr nach Angaben ihres Vorstandschefs Luciano Cirinà alle selbstgesteckten Ziele erreicht und ist optimistisch für das neue Jahr 2011. Voraussichtlich habe man 2010 den Markt outperformen können, für heuer gebe es positive Signale aus dem Vertrieb, sagte Cirinà am Mittwochabend vor Journalisten.

Die Gesamtverzinsung in der Lebensversicherung werde man auch für 2011 bei 3,6 Prozent lassen, damit biete man einen höchsten Sätze am Markt an, so Cirinà. Die Lebensversicherung bleibe eine der Möglichkeiten, um die Lücke zwischen staatlicher Pension und des im Alter gewünschten Wohlstandes durch Eigenvorsorge zu schließen. Die Nachfrage nach Vorsorgeprodukten sei auch heuer unverändert stark, es gebe keine Trendumkehr gegenüber 2010.

Rückgang von Delikten

Sachversicherungsvorstand Walter Kupec berichtete von Rückgängen bei Einbrüchen und Autodiebstahl; dem Rückgang der Delikte stehe aber ein Anstieg der durchschnittlichen Schadenshöhe gegenüber. Ja, die Zahl der in der Hausratversicherung enthaltenen Einbruchdiebstähle in Wohnungen und Eigenheime sei 2010 ebenso gesunken wie die Anzahl der Kfz-Diebstähle, jedoch könne man das Ausmaß des Rückgangs, wie er diese Woche laut Kriminalstatistik gemeldet wurde, nicht ganz nachvollziehen, sagte Kupec zur APA. Da war von Rückgängen der Einbrüche in Wohnungs- und Einfamilienhäuser um 18 bzw. 39 Prozent die Rede, bei Autodiebstahl gar von 51 Prozent.

In der Auto-Kasko sehe man eine derartige Verbesserung nicht, sagte der Sachversicherungsvorstand. Unterm Strich habe sich zwar die Schadenssumme durch Kfz-Diebstähle verringert, es würden aber gezielter hochpreisige Fahrzeuge entwendet. "Die werden sehr oft auf Bestellung als Ersatzteillager gestohlen", häufig noch in Österreich zerlegt und als Einzelteile ins Ausland verbracht, so Kupec. Bei Einbruchdiebstählen im Wohnbereich liege man bei 60 Prozent Schadensquote, ein Wert, von dem man im Autosektor nur träumen könne. Bei Wohnungen hätten die Versicherungsnehmer im Vorjahr stark in Sicherheitstüren investiert, dafür gibt es dann in der Regel leichte Prämiennachlässe, die bis zu 10 Prozent ausmachen können.

In der privaten Krankenversicherung ist die Nachfrage bei Generali laut Cirinà weiterhin sehr hoch. Heuer feiert Generali Österreich in dieser Sparte das 50-Jahr-Jubiläum. 1961 habe die gesamte Branche in diesem Bereich 36 Mio. Euro Jahresprämie erzielt, heuer stehe allein Generali bei 220 Mio. Euro Einnahmen und liege mit fast 14 Prozent Marktanteil unter den Top-4. (APA)

Share if you care.