Britische Abgeordneten dürfen in Parlament nicht länger twittern

20. Jänner 2011, 09:03
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Nach Beschwerde

Britische Abgeordnete dürfen während Parlamentssitzungen nicht länger Nachrichten über den Kurznachrichtendienst Twitter verschicken. Nach der Beschwerde eines Abgeordneten entschied der stellvertretende Vorsitzende des britischen Unterhauses, Lindsay Hoyle, am Mittwoch, dass Abgeordnete die Außenwelt nicht über Twitter über die Debatten informieren dürfen. Der Labour-Abgeordnete Kevin Brennan hatte sich beschwert, dass der Liberaldemokrat Julian Huppert seine Argumente lieber über Twitter verschicke, als sie den anderen Abgeordneten mitzuteilen. Damit nehme er ihnen die Möglichkeit der Erwiderung.

Verbot

Bisher ist im britischen Parlament nur das Telefonieren während der Sitzungen verboten, während die Verwendung von Mobiltelefonen zur Versendung von E-Mails weiter erlaubt ist. Erst vergangenen Monat hatte die Justiz entschieden, den Gebrauch von Twitter in Gerichtssälen in England und Wales weiterhin zu erlauben. Das Thema war während der Gerichtsverhandlungen gegen den Gründer von Wikileaks, Julian Assange, aufgekommen. Die britische Justiz muss über die Auslieferung des Australiers nach Schweden entscheiden, wo gegen ihn wegen des Verdachts der Vergewaltigung und der sexuellen Nötigung ermittelt wird. (APA/AFP)

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