Mechanismus der Ausbreitung von Hautkrebszellen entdeckt

23. Jänner 2011, 14:29
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Gamma-Interferon spielt zumindest bei Versuchsmäusen wichtige Rolle

Washington - US-Wissenschafter haben einen Mechanismus entdeckt, mit dem Hautkrebszellen bei Mäusen ins Immunsystem gelangen und sich dort verbreiten - oft mit tödlichem Ausgang. Die Entdeckung könnte zur Entwicklung von Medikamenten führen, die die Ausbreitung der Krebszellen stoppen, erklärte der Leiter der Studie, Glenn Merlino, in der in der britischen Fachzeitschrift "Nature" veröffentlichten Arbeit. Demnach spielt das Gamma-Interferon (IFN-gamma) möglicherweise auch beim Menschen eine entscheidende Rolle dabei, dass sich die Tumorzellen verbreiten.

In den Versuchen zeigte sich, dass der Verbreitungsmechanismus unterbrochen wurde, wenn die Labormäuse Antikörper gespritzt bekamen, die das Gamma-Interferon blockierten. "Wir versuchen nun Hemmstoffe zu entwickeln, die praktischer als Antikörper sind, kleine Moleküle beispielsweise", kündigte Merlino an, der am staatlichen US-Krebsforschungsinstitut arbeitet. Bisher wird Interferon auch in der Therapie von Hautkrebs eingesetzt. Die Behandlung mit dem Alpha-Interferon ist allerdings umstritten und von starken Nebenwirkungen begleitet. (APA)

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