Reiseveranstalter sagen Tunesien-Reisen ab

19. Jänner 2011, 18:03
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Kunden erhalten ihr Geld zurück - Einige Urlauber haben Schwierigkeiten, das Land zu verlassen

Wien - Nach den Unruhen in Tunesien haben die maßgeblichen Reiseveranstalter nun alle Reisen in das beliebte Urlaubsland abgesagt.
Kunden, die für den maßgeblichen Zeitraum bis Ende Jänner bzw. Mitte Februar bereits gebucht haben, erhalten ihr Geld zurück. Nun haben einige österreichische Urlauber Schwierigkeiten, das Land zu verlassen.

Individualtouristen betroffen

Touristen-Flüge aus den Provinzen Tunesiens wurden storniert. Die Touristen, die ausreisen wollen, müssen erst in die Hauptstadt gelangen. Am Flughafen in Tunis hat sich die Situation normalisiert, der Flugverkehr findet statt. Das österreichische Unterstützungsteam mit Beamten des Außen-, Innen- und Verteidigungsministeriums ist vor Ort mit betroffenen Individualtouristen in Kontakt und versucht diesen behilflich zu sein, betonte ein Sprecher des Außenministeriums. Wie viele Österreicher betroffen sind, ist nach wie vor unklar.

Auslandsösterreicher wollen bleiben

Rund 150 Österreicher hatten bis vor kurzem in Tunesien geurlaubt. Ein Großteil von ihnen kehrte bereits am Wochenende zurück. In dem Land befinden sich derzeit außerdem etwa 100 Auslandsösterreicher, die signalisieren, Tunesien nicht verlassen zu wollen. Wann wieder Urlaubsflieger Richtung Tunesien starten werden, hängt von der weiteren Entwicklung vor Ort ab, die genauestens beobachtet werde. Der Zeitraum für kostenlose Umbuchungen wurde unterdessen bis auf Mitte April verlängert. Urlauber mit Abreisetermin bis Mitte April können sich nun ohne Umbuchungsgebühr für ein anderes Reiseziel oder einen anderen Reisetermin entscheiden.

Weitere Demonstrationen

Auch am Mittwoch protestierten Hunderte Menschen in den Straßen von Tunis gegen den Verbleib der alten Garden in wichtigen Positionen. Auf einer Demonstration in der tunesischen Hauptstadt forderten sie den Rücktritt der Angehörigen der früheren Regierungspartei RCD des geflüchteten PräsidentenBen Ali. (APA)

  • Auch am Mittwoch protestierten hunderte Menschen in den Straßen von Tunis.
    foto: epa/christophe ena

    Auch am Mittwoch protestierten hunderte Menschen in den Straßen von Tunis.

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