Bettler unerwünscht

19. Jänner 2011, 17:40

Oberösterreich will Gesetz ändern

Linz - Es klingt paradox: Der Innenausschuss des oberösterreichischen Landtages wird heute, Donnerstag, den Antrag der FPÖ für ein Bettelverbot zurückstellen. Damit wird zugleich die Einführung des Bettelverbotes ermöglicht. Aus dem Initiativantrag der Partei soll ein offizieller Antrag des Innenausschusses werden, über den in der Landtagssitzung im Februar abgestimmt werden könnte. Das Verbot soll im oberösterreichischen Polizeistrafgesetz verankert werden.

Die regierende ÖVP hat bereits angekündigt, der Gesetzesnovelle zustimmen zu wollen, die somit als fix gilt. "Betteln in aggressiver und aufdringlicher Weise, Betteln als Beteiligter einer organisierten Gruppe sowie Betteln mit oder durch unmündige Minderjährige" (Antrag der FPÖ) soll künftig unter Strafe gestellt werden. Erst im Dezember hatte Niederösterreich ebenfalls mit der Änderung des Polizeistrafgesetzes ein solches Verbot eingeführt.

Als "völlig überflüssig, unmenschlich und unsozial" lehnen die Koalitionspartner der ÖVP, die Grünen, dieses Bettelverbot ab. Mit dem Sammlungsgesetz und den strafrechtlichen Bestimmungen gebe es bereits ausreichend gesetzliche Grundlagen, argumentiert Maria Buchmayr, die Menschenrechtssprecherin der Grünen.

Da widerspricht ihr der oberösterreichischer Sicherheitsdirektor Alois Lißl: "Das Sammlungsgesetz ist nur eine Hilfskonstruktion." Demzufolge muss das Sammeln von Geld behördlich angemeldet werden. Wer unangemeldet sammelt, kann bei der Bezirkshauptmannschaft oder beim Magistrat angezeigt werden. Doch die Exekutive besitze in Oberösterreich kein Durchgriffsrecht, erläutert Lißl. Mit dem geplanten neuen Gesetz erhalte die Polizei dann die Möglichkeit, den Bettler direkt vor Ort auch zu strafen - was er begrüßen würde, so Lißl. (ker, DER STANDARD, Printausgabe, 20.1.2011)

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Posting 1 bis 25 von 65
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mario.auto
00

Außerdem ist es geradezu logisch, dass ein Bettelverbot zur Erhöhung der Kriminalität führt. Man braucht nunmal was zu fressen und wenn mans nicht schnorren kann, dann muss man es stehlen.

mario.auto
01

Das Argument des organisierten bettelns ist einfach nicht haltbar. Das ist als würde ich sagen ich will Trunkenheit am Steuer verhindern und deswegen verbiete ich Autos. Den Leuten die zum Betteln gezwungen werden könnte man sehr leicht helfen indem man sie fragt, wer sie ausbeutet und diese Personen dann zur Rechenschaft führt. Die Bettler werden nämlich nicht gerne dazu gezwungen ihr erbetteltes wieder herzugeben und würden sich über Hilfe freuen.
In Wirklichkeit geht es hier darum, eine Scheinbar heile Welt zu schaffen, in der die Menschen unkritisch Konsumieren können. Und wer nicht ins Konzept passt, der soll nach Hause (oder sonstwohin) gehen und sich aufhängen.
Aus dem Auge, aus dem Sinn.--Die Welt ist schön

uR.UnderWalter
 
00
11.2.2011, 09:30

Es wird wieder mal ein "Problem" nicht gelöst sondern nur verlagert. Wobei ich in Linz kein "Bettlerproblem" erkennen kann, oder sind damit die "roten Stadtkaschperl" (Ordnungsdienst, ned Dobusch und Co gelle *ggg*) gemeint die um Anerkennung betteln?

gnadevorrecht
12
21.1.2011, 04:23
Dieses Gesetz widerspricht unserem christlichen Glauben:

5. Buch Mo 15,11
Die Armen werden niemals ganz aus deinem Land verschwinden. Darum mache ich dir zur Pflicht: Du sollst deinem Not leidenden und armen Bruder, der in deinem Land lebt, deine Hand öffnen.

Spr 14,31
Wer den Geringen bedrückt, schmäht dessen Schöpfer, ihn ehrt, wer Erbarmen hat mit dem Bedürftigen.

Spr 17,5
Wer den Armen verspottet, schmäht dessen Schöpfer, wer sich über ein Unglück freut, bleibt nicht ungestraft.

Spr 21,13
Wer sein Ohr verschließt vor dem Schreien des Armen, wird selbst nicht erhört, wenn er um Hilfe ruft.

Mt 25,40
Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

catnip for christmas
00
21.1.2011, 17:05

Wie werden die Einnahmen zwischen dem körperlich Behinderten und dem Aufpasser christlich geteilt? 50:50? 70:30? 30:70?

Schaut schon komisch aus, wenn da der Aufpasser/"Begleiter" den Kopf in die Ubahn streckt, links-rechts durch dem Waggon schaut, dem körperlich Behinderten zuwinkt, beide nacheinander einsteigen, der Aufpasser sich zur anderen Seite des Waggons aufmacht und von dort zuschaut, wie der andere oder die andere nun zu Betteln beginnt.

Findet der Aufpasser keine passende Schwarzarbeit?

pierNick
 
01
20.1.2011, 23:25
Vor dem EU-Beitritt Ungarns

hatten 85% der Roma dort einen Arbeitsplatz. Beim Rationalisieren sind sie als erstes geflogen. In Rumänien war´s wohl ähnlich. Und dazu hat uns die EU die offenen Schengen-Grenzen beschert. Damit wir sehen können, worauf die famosen Gewinne der RZB & Konsorten beruhen, ohne uns selbst hinbemühen zu müssen. Ach ja, bevor ich´s vergesse: wir sind ja SO ein reiches Land geworden durch den EU-Beitritt. Ähm, wir alle?

Verruchtes Gsindl
00
20.1.2011, 19:35

Wie wollen die einen armen Menschen, der eh nichts hat, vorort bestrafen?

NaOida!
03
20.1.2011, 17:03
Betteln als Beteiligter einer organisierten Gruppe

Wird es dann licht ins dunkel nicht mehr geben ?^^

Josef A.
01
20.1.2011, 16:44
Der Lißl, ein treuer Diener seiner schwarzen Herren !

Simplicius Simplicissimus
02
20.1.2011, 15:39
Am schlimmsten ...

... sind die Polit-Bettler, wenn sie in aggressiver Weise Wählerstimmen sammeln und dafür auch noch aus Steuergeldern bezahlt werden.

j.ohn
21
20.1.2011, 13:41

Politik in Österreich - wenn wir nicht fähig sind die wirklichen sozialen Probleme in diesem Land zu lösen, erfinden wir eben welche, die man zumindest lösen kann.

Johannes99
01
20.1.2011, 18:28
Das sind nicht unsere sozialen Probleme,

sondern die in Rumänien und Bulgarien. Wenn ein paar Kapos Menschen, darunter Kinder, in Bussen nach Österreich karren und dann den ganzen Erlös kassieren, dann ist das Ausbeutung. Würde die Polizei in diesen Staaten funktionieren bzw. die Finanz hinterfragen, wie manche Leute zu ihrem Geld gekommen sind, würden wir uns die ganzen Debatten um Bettelverbote ersparen.

pierNick
 
00
20.1.2011, 23:26
Durch die Verstrickungen der EU

sind diese Probleme jetzt zu unserer Haustür gelangt.

parapente
69
20.1.2011, 11:01
Diese Bettler sind keine armen Leute

die für sich lebst sammeln, sie gehören einer Bettelmafia an!

ach, ach
37
20.1.2011, 13:14
so wie die sternsinger auch

organisiertes betteln, noch dazu setzen die perfider weise quasi nur kinder ein!!!
da steht eine riesen organisation dahinter, die noch dazu ueber sehr viel geld verfuegt.
was nun?

chelene chirsch
01
20.1.2011, 22:35

sie vergessen, dass caritas und andere hilfswerke ein wenig mehr - vielleicht auch mal für sie - leisten als den neuen mercedes des rumänischen kapo zu bezahlen.

heintje
47
20.1.2011, 13:09

bin völlig deiner meinung - bestes beispiel sind die sternsinger - minderjährige in gruppen die aggressiv betteln - das so erbettelte geld wird zum teil in aktien veranlagt oder wandert direkt in die eigene tasche.

antis
 
42
20.1.2011, 12:37

und zwar ALLE und IMMER und SOWIESO!

Kupferacetat
14
20.1.2011, 13:01
Die mit Kindern sehr wohl.

Es gibt keine Frauen mit Kindern in Österreich, die auf der Straße sitzen und betteln müssen.
Wie weiter unten gesagt: Ich zahle eine Prämie für einen Fall, in dem sich keine Institution gefunden hat, Mutter und Kind aufzunehmen.

rebha
33
20.1.2011, 12:22

Sie sind sicher auch kein armer Mensch. Würden Sie sich auf die Straße setzen um ihr Einkommen aufzubessern. Oder diesen Beruf anstelle des Ihren wählen?
Ich denke da gehört sehr viel Druck, sehr viel Armut und Bedürftigkeit dazu, wenn man sich freiwillig in einem kalten Winter für mehrere Stunden auf den Boden kniet und um Geld zu betteln, ob als Angehöriger einer Bettelmafia oder nicht.

apostata1
 
00
20.1.2011, 17:52
völlig richtig !

wer sich so erniedrigen muss-organisiert oder nicht-dem wird es sicher ganz schlecht gehen.darum gebe ich einem jeden etwas, ganz gleich ob ers abliefern muss oder nicht oder vertrinkt oder sonst etwas damit tut.

socram
00
20.1.2011, 19:26

und genau deswegen setzen die sich wieder da hin, statt einer mehr oder weniger geregelten arbeit nachzugehen, sozialhilfe zu empfangen oder wenigstens ehrlich zu klauen.

Robert Niessner
 
00
21.1.2011, 06:32

"Statt Sozialhilfe zu empfangen oder wenigstens ehrlich zu klauen"?

Leben Sie in einer Parallelwelt?

Der Manner
00
20.1.2011, 10:59
wenn jetzt...

ein Bankräuber höflich bitte sagt... kommt er mit einer minderen Strafe davon?

Meto
37
20.1.2011, 09:51

Dann bitte die die Sternsinger auch verbieten.

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