Niki bietet Anschlussflüge für Emirates an

19. Jänner 2011, 14:45
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Wien - Die von Niki Lauda gegründete Billigfluglinie Niki startet ab dem Sommerflugplan eine Kooperation mit Emirates Airline aus Dubai. Ab April wird es möglich sein, mit einem Ticket einen Emirates-Flug und den Anschlussflug mit Niki zu buchen, bestätigte Niki-Geschäftsführer Otmar Lenz einen Bericht des Nachrichtenmagazins "News".

"News" zitiert Lauda mit den Worten: "Ich bin für alles offen. Auch für Emirates." Lenz sagte zur APA, es gehe vorerst nur um Anschlussflüge ("Interlining"), solche Verträge habe Niki mit "sehr vielen" Airlines. Ein allfälliges künftiges Code Sharing, also die gemeinsame Abwicklung von Flügen, wäre "die zweite Stufe", das sei "momentan nicht angedacht".

Aber für Niki - wie auch für den Flughafen Wien - sei es eine Chance, mehr Passagiere zu bekommen. Ob Niki dafür seinen Flugplan anpasst, sei ebenfalls noch offen, so Lenz. Wenn aber bei einzelnen Verbindungen eine hohe Nachfrage bestehe und die Wartezeiten länger seien, dann sei eine zeitliche Verschiebung der Flüge durchaus denkbar.

Expansion

Emirates expandiert derzeit stark und hat insbesondere viele Airbus A380 bestellt. Emirates-Österreich-Vertreter Martin Gross sagte laut "News": "Obwohl Wien ja ein Endpunkt ist und wir hier im Moment keine Partnergesellschaften haben, könnten wir theoretisch täglich einen Airbus A380 füllen. Die Destination Wien gehört zu den erfolgreichsten des Emirates-Europastreckennetzes." Das Ziel seien zwei Flüge täglich.

Lenz sieht keine Probleme mit der Luftfahrtallianz oneworld, der Niki gemeinsam mit der Mutter Air Berlin 2012 beitritt. oneworld schließe sinnvolle Kooperationen nicht aus.

Lenz führt seit Dezember die IACA (International Air Carrier Association). In dieser Organisation sind 33 Low-Cost- und Leisure-Airlines zusammengefasst. Lenz ist "President of the Board". Neben Niki und deren Mutter Air Berlin umfasst die Organisation unter anderem auch Airlines wie Transavia, TUIfly und Condor. Die Mitgliedsfirmen haben eine konsolidierte Flotte von 750 Flugzeugen. Die IACA betreibt vor allem Lobbying bei Regulierungsbehörden, Europäischer Kommission, Flugsicherungen oder auch Eurocontrol. (APA)

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