S&P vergibt Höchstnote für Anleiheprogramm

19. Jänner 2011, 12:22
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Auch weitere Emissionen des Euro-Rettungsfonds dürften von der Ratingagentur in absehbarer Zeit ein Triple A bekommen

Frankfurt - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat dem Anleiheprogramm der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität EFSF mit einem Volumen von 27 Mrd. Euro die höchste Bonitätsnote "AAA" gegeben. Auch weitere Emissionen des Euro-Rettungsfonds dürften ein "AAA"-Rating erhalten, teilte S&P mit. Die Garantien der mit "AAA" bewerteten Staaten im Euro-Raum und die leicht verfügbaren Liquiditätsreserven, die in Papiere mit der Spitzenbonitätsnote investiert würden, sollten die Kapitalmarktschulden der EFSF decken, hieß es zur Begründung.

Die European Financial Stability Facility (EFSF) wurde im vergangenen Jahr von den EU-Mitgliedsländern ins Leben gerufen und kann Anleihen über 440 Mrd. Euro begeben, die von den Mitgliedsländern des Euro-Raums garantiert werden. Die EFSF ist Teil des insgesamt 750 Mrd. Euro schweren Euro-Schutzschirms, zu dem außerdem der Europäische Finanzstabilisierungsmechanismus (EFSM) gehört - eine 60 Mrd. Euro umfassende Fazilität der EU-Kommission - sowie eine Kreditzusage über 250 Mrd. des Internationalen Währungsfonds.

Bisher hat nur Irland Zusagen über Hilfen von EU und IWF von insgesamt 67,5 Mrd. Euro bekommen. Davon entfallen 17,7 Mrd. Euro auf den EFSF. Der Anteil werde in den kommenden Tagen zum Teil durch die Emission einer Anleihe finanziert, die ebenfalls mit "AAA" bewertet werden dürfte, erklärte die Ratingagentur. "Wir halten den EFSF für einen Grundpfeiler in der EU-Strategie zur Wiederherstellung der Finanzstabilität am Markt für europäische Staatsanleihen", hieß es weiter. (APA)

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    Die European Financial Stability Facility wurde 2010 von den EU-Mitgliedsländern ins Leben gerufen und kann Anleihen über 440 Mrd. Euro begeben, die von den Mitgliedsländern des Euro-Raums garantiert werden.

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