Im nächsten Schuljahr keine Herbstferien in Salzburg

19. Jänner 2011, 12:18
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Befragung von Eltern, Lehrern und Schülern - Mehrheit dagegen

Salzburg - Im Schuljahr 2011/2012 wird es in Salzburg keine Herbstferien geben. Das ist das Ergebnis einer Befragung unter fast 16.000 Personen, die nach den ersten Herbstferien 2010/11 im Land Salzburg befragt wurden. "Die Mehrheit dieser demokratischen Entscheidung ist gegen Herbstferien, und das nehmen ist zu akzeptieren", stellte Bildungsreferentin LH Gabi Burgstaller (SPÖ) am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Salzburg fest.

Nur 41 Prozent der Lehrer für Herbstferien

Insgesamt wurden im Anschluss an die Herbstferien 2010 in einer repräsentativen Erhebung 9.800 Eltern, 3.100 Schüler ab der 9. Schulklasse und 2.900 Lehrer befragt. Sowohl die Eltern als auch die Schüler und Lehrer sprachen sich gegen die Einführung der Herbstferien aus: Dafür, dass es auch im kommenden Schuljahr Herbstferien geben soll, votierten 41 Prozent der Lehrer, 41,5 Prozent der Eltern und 47 Prozent der Schüler. "Die Teilnahme war sehr groß an der Befragung", betonte Burgstaller. Gemessen an der Zahl der ausgeteilten Fragebögen betrug die Beteiligung bei den Eltern 79 Prozent, bei den Schülern 88 Prozent und bei den Lehrern 81 Prozent.

Schüler nach Ferien kritischer eingestellt

"So vordergründig eindeutig die Gesamtschau auf das Bundesland Salzburg wirkt, so unterschiedlich sind die Ergebnisse ausgefallen, wenn man sie getrennt nach Bezirken und Schultypen betrachtet. Die Ergebnisse der Befragung belegen auch, dass sich im Vergleich vorher - nachher die Einstellung zu den Herbstferien erkennbar geändert hat", meinte die Landeshauptfrau. Das Versuchsprojekt Herbstferien 2010 führte bei allen drei befragten Gruppen zu einem teilweise sehr deutlichen Umdenkprozess. Nach den Herbstferien war die Zustimmung bei den Eltern - und vor allem bei den Lehrern - höher als vor den Herbstferien; die Schüler waren danach allerdings etwas kritischer dazu eingestellt, meinte Burgstaller. 

In tourismusstarken Bezirken hohe Zustimmung

Auch eine andere Vermutung wurde bestätigt: Besonders in den tourismusstarken Bezirken und Gemeinden gibt es eine sehr hohe Zustimmung zu den Herbstferien, erläuterte die Landeshauptfrau. Die konkrete Erfahrung mit den Herbstferien im Oktober/November des Vorjahres hat bei den Eltern, vor allem aber bei den Lehrern, auch zu einer kräftigen Zunahme der Befürworter geführt, denn zuvor waren lediglich 33 Prozent der Eltern und gar nur 21 Prozent der Lehrer für Herbstferien. Auch bei den Schülern kam es zum Teil zu einem Umdenkprozess, der allerdings aus einer "Pari-Situation" (zuvor waren 49,8 Prozent dafür und 50,2 Prozent dagegen) ein negatives Votum werden ließ. (APA)

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