"Konsument"-Test

Warnung vor Blei in Kinderschmuck

19. Jänner 2011, 11:53
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    foto: derstandard.at/schersch

    Der Verein wies in 14 von 25 Proben Blei nach.

14 von 25 untersuchten Proben enthalten Blei - Konsumentenschützer raten vom kauf billiger Schmuckstücke ab

Wien - Kettenanhänger oder Ohrringe mit Tieren, Herzen oder Blumen sprechen vor allem Kinder an und sind in diversen Geschäften oft nur um ein paar Euro zu haben. Was beim Kauf nicht ersichtlich ist: Dieser verspielt und harmlos wirkende Schmuck kann Blei enthalten. Darauf wies der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nach einer aktuellen Untersuchung in einer Aussendung hin.

Mehr als die Hälfte der Proben enthält Blei

Der Verein wies in 14 von 25 Proben Blei nach. Einige der untersuchten Proben waren zur Gänze aus Blei, andere wiederum größtenteils aus Blei und nur mit einer dünnen Schicht eines anderen Metalls überzogen. Da Kinderschmuck in der neuen Spielzeug-Richtlinie der EU nicht verankert sei, gebe es auch keinen entsprechenden Grenzwert für Schwermetalle. "Hier besteht aus unserer Sicht definitiv Handlungsbedarf", so VKI-Experte Konrad Brunnhofer. "Insbesondere bei Produkten, die auf Kinder abzielen, sollte man sicher gehen können, dass sie frei von gesundheitsschädlichen Schwermetallen sind." Aufgrund der mangelhaften Gesetzeslage und unzureichenden Angaben zum Material, rät der VKI wir vom Kauf billiger, nicht gekennzeichneter Schmuckstücke ab.

Blei für Kinder besonders schädlich

Der Körper eines Kindes nimmt Blei in stärkerem Maß auf als der eines Erwachsenen. Einmal aufgenommen lagere sich das Schwermetall vor allem in den Knochen ab, so der VKI. Dort bleibe es praktisch ein Leben lang, denn die Halbwertszeit beträgt rund 30 Jahre. Geringe Bleimengen können zunächst zu Erbrechen, Magenkrämpfen und Verdauungsbeschwerden führen. Blei kann darüber hinaus die Nieren schädigen und steht im Verdacht, krebserregend zu wirken. In hohen Dosen ist es tödlich, wie auch ein tragischer Fall zeigt, der sich 2006 in den USA zugetragen hat: Ein Vierjähriger starb an den Folgen einer Bleivergiftung, nachdem er ein kleines Blei-Medaillon verschluckt hatte. Die US-Behörden reagierten mit einer Regelung für den Höchstgehalt von Blei in Kinderschmuck und zogen mehr als 100 Millionen verdächtige Billigartikel aus dem Verkehr. Brunnhofer: "Auch im EU-Raum ist eine Regelung für den Höchstwert von Blei in Kinderschmuck längst überfällig." (red)

Simskoarl
 
00
20.1.2011, 23:05
Und ich dachte, so eine Regelung sei garnicht mehr notwendig,

da in der EU die Verwendung von Blei, Cadmium und Quecksilber generell nur noch dort erlaubt ist, wo es keine technologisch sinnvolle Alternative gibt (also Bleiakku für Autos ja, Quecksilberthermometer nein,...)

So kann man sich irren.

Er staunt
10
20.1.2011, 15:29

Bedeutet das etwa, daß diese wunderschönen Kinderschmucksets mit Kette, Armband, zwei Brochen und drei Paar Ohrringen von Lebensmitteldiscounter um EUR 1,79 in Wirklichkeit gar nicht aus 24kt-Gold sind? Womöglich sind dann noch nicht mal die Diamanten echt! Also wirklich, die Kunden derart zu hintergehen ist schon wirklich ein starkes Stück... ;-)

froilein froilein
01
20.1.2011, 15:41
Mir scheint, dass Sie den Artikel nicht verstanden haben

Es geht darum, dass der Kinderschmuck aus hochgiftigen Materialien besteht.
Damit muss man als Konsument nicht unbedingt rechnen. Selbst wenn der Schmuck noch so billig ist, muss ich nicht davon ausgehen, dass ein Kind daran versterben könnte.

Staphylococcus Aureus
00
20.1.2011, 11:58

Wozu Schmuck für Kinder?

das kleine Massnahmenpaket
01
20.1.2011, 15:29

Dazu zählen vermutlich auch die Haargummis und Spangerl mit kleinen Figuren dran, die Handyanhänger, oder die Clipserl, die man in die Clogs stecken kann...außerdem spielen Kinder nun einmal gerne verkleiden und da gehören Plastikketten, etc. eben auch dazu.

Herr Plumm
01
19.1.2011, 13:02

nicht nur blei. es ist einfach abartig wieviel plastikspielzeug den babies und kleinkindern heute gegeben wird. klar, die schlecken alles ab, beissen überall rein...was ist los mit normalem holzspielzeug, ohne lackierung...warum ist sowas immer weniger erhältlich? und wenn, dann nur sehr teuer?

Señor Mascarenas
01
20.1.2011, 01:44
Es ist nicht teuer, nur die anderen Sachen aus China sind zu billig.

Herr Plumm
00
20.1.2011, 08:13

stimmt eigentlich so...

shaki1
01
19.1.2011, 20:41

Selbermachen ist nicht so schwer...

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