Kapital in schwierigen Zeiten

18. Jänner 2011, 19:18
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Staat unterstützt Fonds für Technologie-Gründungen

Wenig überraschend fiel das Resümee des 21. Jahres in der Geschichte des Verbands der Technologiezentren Österreichs (VTÖ) aus. Wolfgang Rupp, Vorstandsvorsitzender dieser Interessenvertretung, sprach kürzlich von einem angesichts der Wirtschaftskrise schwierigen Jahr 2010 für die Technologieunternehmen, die in mittlerweile 60 Impulszentren in den Regionen angesiedelt sind. "Die Finanzlage einiger Firmen ist nicht rosig und ist im vergangenen Jahr noch schlechter geworden." Die Zentren sollen sich nun strategisch neu ausrichten und als Dienstleister agieren.

Mehr Geld für Start-ups 

Die Technologieunternehmen bräuchten mehr Risikokapital, lautet der Befund. Da das aber in Österreich nicht ausreichend vorhanden ist, startet das Wirtschaftsministerium eine Initiative. Mit insgesamt 15 Millionen Euro, die aus der Nationalstiftung kommen, will man sich an Venture-Capital-Fonds beteiligen. Diese müssen dann im Gegenzug einen ähnlichen Betrag in Unternehmensneugründungen stecken. Nicht weniger als 30 Fonds hätten sich beworben, erzählt Michael Losch, Sektionschef im Wirtschaftsministerium. Maximal drei kann man aus jetziger Sicht auswählen. Wegen des großen Interesses wurden noch einmal sechs Millionen für einen Fonds für innovative Energietechnologien nachgelegt, sagt Losch. Die entsprechende Ausschreibung der Förderbank Austria Wirtschaftsservice (AWS) läuft noch bis zum Februar.

Der ebenfalls vom Wirtschaftsministerium geförderte VTÖ veranstaltet jährlich eine Studienreise, "um von Best-Practice-Beispielen zu lernen". Im Oktober 2010 ging es nach Israel. Davor war man am Massachusetts Institute of Technology (MIT), aber auch in Finnland. Mittlerweile wird bereits als Konsequenz der Reise nach Israel über gemeinsame Projekte gesprochen. (pi/DER STANDARD, Printausgabe, 19.01.2011)

 

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