Wenn Graz am Mississippi läge

18. Jänner 2011, 17:09
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Sadomaso Guitar Club präsentiert sein Debütalbum "We Love You Too"

Banjo und Piano wecken Assoziationen zu Kuhbuben mit engstehenden Augen, die in Ställen des US-amerikanischen Südens dings, na, musizieren. Zwischen Autowracks und eingedenk des in der Nachbarschaft umtriebigen Killers Jerry Lee Lewis. Aber Irrtum. Nicht von den Sandbänken des Mississippi stammt diese Musik, sondern von den Ufern der Mur, aus Graz. Von dort stammt der Sadomaso Guitar Club. Die Namensspielchen kann man sich sparen, der Club quält weder sich noch sein Publikum, sondern spielt reschen Rock 'n' Roll alter Schule, in den man das Songwriting des psychedelischen Sixties-Pop ebenso einfließen lässt wie einige derbere Rumpler.

Im Herbst hat der Club sein Debütalbum "We Love You Too" veröffentlicht. Am Mittwoch stellt man dieses Werk der Kundschaft an der Donau vor, im Chelsea. Im Vorprogramm sind Bo Candy & His Broken Hearts zu sehen. Wem dazu als Erstes Bo Diddley einfällt, liegt nicht ganz falsch, Bo und seine gebrochenen Herzen sind natürlich Geistesverwandte des SMGC. (flu/DER STANDARD, Printausgabe, 19. 1. 2011)


>> 19. 1. Chelsea, Lerchenfelder Gürtel, Bögen 29-32. 21.00

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