Finanzen: AG-Vorstand Kraetschmer beruhigt

18. Jänner 2011, 13:00
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Austria Wien nach Minus im Sommer mit Plus ins Jubiläums­jahr: "Geschäftsabschluss 2009/10 war Momentaufnahme"

Wien - Der heuer 100 Jahre alt werdende Fußball-Bundesligist FK Austria Wien hat das Geschäftsjahr 2009/10 mit einem Minus von 4,7 Millionen Euro abgeschlossen. Doch den Fans und Mitgliedern braucht nach den am Montagabend auf der Generalversammlung im Rathaus bekanntgewordenen Zahlen deshalb nicht angst und bang zu werden. Das Ergebnis zum 30. Juni des Vorjahres ist inzwischen überholt. "Per 31.12.2010 liegt das operative Zwischenergebnis mit 2,5 Millionen im Plus", sagte Markus Kraetschmer, der Wirtschaftsvorstand der Austria-AG.

Minus mit drei Ursachen

Kraetschmer führte das Minus im Sommer auf drei wesentliche Gründe zurück. Die infrastrukturellen Investitionen (Akademie, Osttribüne, Rasenheizung, VIP-Club) von mehr als 23 Millionen in den vergangenen zweieinhalb Jahren, die verzögerten Abschlüsse von Sponsorverträgen mit Unternehmen sowie die Auszahlung von mehr Prämien an Spieler und Trainer aufgrund des Punkterekords in der vorigen Saison (75 Zähler) hätten sich entsprechend niedergeschlagen.

"Der Momentaufnahme ist einer positiven Tendenz gewichen", versicherte der 39-jährige Manager am Dienstag und sah deshalb auch der Bundesliga-Lizenzierung im Frühjahr frohen Mutes entgegen. Die Konzerne seien nach der größten Wirtschaftskrise nach dem Zweiten Weltkrieg bereit, Abschlüsse über mehrere Jahre zu tätigen. "Das jüngste Beispiel ist die Generali-Versicherung, die kurz vor Weihnachten für fünf Jahre die Namensrechte am Horr-Stadion erwarb."

76 Partner und Sponsoren

Inzwischen hat sich die Zahl an Partnern und Sponsoren des Vizemeisters auf 76 erhöht. Eine erfreuliche Entwicklung nehmen auch das Merchandising und die Zuschauer-Zahlen. Die Fan-Shops erzielten in der ersten Saisonhälfte einen Netto-Umsatzrekord von 1,16 Mio. Euro (gegenüber 850.000 2009/10) und mit einem bisherigen Schnitt von knapp 9.000 Besuchern im Schnitt ist ein neuer Zuschauer-Rekord (mehr als 150.000) in Griffweite.

"Wenn all diese Tendenzen weiter anhalten, dann werden wir zum 30. Juni 2011 klar positive Zahlen schreiben", ist Kraetschmer, der sich als "vorsichtiger Kaufmann" sieht, überzeugt. "Der Weg nach der Stronach-Ära war riskant. Aber wird haben einen Baum gepflanzt, dessen Wurzeln schon verstärkt sind. Aber eine starke Eiche ist er noch nicht. Die Mitglieder vertrauen unserem Weg", meinte der AG-Vorstand, der von der positiven Stimmung auf der Generalversammlung beeindruckt war. Präsident Wolfgang Katzian kündigte an: "Unsere Devise lautet Kontinuität. Es werden noch weitere wichtige Schritte folgen." (APA)

 

 

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