Rund 1.400 Gäste bei Neujahrsempfang der Regierung erwartet

18. Jänner 2011, 12:58
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Faymann und Pröll laden gemeinsam zum Jahresauftakt - FPÖ und BZÖ sagen ab

Wien - Die Regierungsspitze lädt am Mittwoch zum groß angelegten gemeinsamen Neujahrsempfang in der Wiener Hofburg, und rund 1.400 Personen (Stand Dienstag) vom Bundespräsidenten abwärts haben ihr Kommen zugesagt. Große programmatische Ansagen von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) wurden im Vorfeld nicht in Aussicht gestellt, anzunehmen ist aber, dass die Begrüßungsworte zumindest einen Ausblick aufs politische Jahr 2011 wagen.

Der Koalitions-Paarlauf ins neue Jahr in festlichem Rahmen ist ein Novum, das Kanzler Faymann Ende des Vorjahres als demonstrativen Akt der Gemeinsamkeit angekündigt hatte. Anders als im ersten Jahr der SPÖ-ÖVP-Regierung, als Kanzler und Vizekanzler getrennt Reden geschwungen hatten, werde man nun in den Prunkräumlichkeiten der Hofburg quasi gemeinsam sprechen, so Faymann sinngemäß.

"Begrüßungsworte"

Programmatischen Ansagen wurden im Vorfeld aber in den zuständigen Büros nicht angekündigt. Faymann und Pröll würden "Begrüßungsworte" zum Auftakt der auf zwei Stunden angelegten Veranstaltung an die Gäste richten, hieß es am Dienstag im Kanzleramt. Der Kanzler werde dabei wohl auch streifen, "was 2011 ansteht". Anschließend werden Erfrischungen gereicht.

Hören werden das rund 1.400 "Vertreter des öffentlichen Lebens", insgesamt 4.000 Einladungen waren verschickt worden. Zugesagt haben Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur, Vertreter von Religionsgemeinschaften, Interessensvertretungen und ehrenamtlichen Organisationen. Nicht fehlen darf natürlich auch die komplette Regierungsriege.

Grüne als einzige Oppositionspartei dabei

Kein Gesichtsbad in der Hofburg nehmen dagegen die Parteichefs von FPÖ und BZÖ - beide Rechtsparteien finden Feiern zum Jahresanfang unangebracht, wo doch Ende des vergangenen Jahres ein Sparpaket verabschiedet wurde, und werden nicht teilnehmen. "Es steht jedem frei, ob er kommt oder nicht", wurde dies im Bundeskanzleramt kommentiert. Die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig wird somit die einzige Chefin einer Oppositionspartei sein, die den Empfang wahrnimmt. (APA)

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