Ureinwohner klagen gegen Eisbären-Schutzgebiete

18. Jänner 2011, 12:42
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Schutzareale schränken Fähigkeit der indigenen Bevölkerung ein, von ihren eigenen Ressourcen zu leben

Anchorage - Ein Bündnis US-amerikanischer Ureinwohner im Bundesstaat Alaska will sich gegen die Errichtung von Schutzgebieten für Eisbären mit einer Klage zur Wehr setzen. Das Innenministerium habe die Bedenken der dort lebenden indigenen Bevölkerung ignoriert, kritisieren die Gruppen.

Die Ausweisung von Schutzgebieten werde die globale Erwärmung als Hauptbedrohung für die Eisbären weder vermindern noch beseitigen. Doch werde sie die Fähigkeit der indigenen Völker in Alaska einschränken, von ihren eigenen Ressourcen zu leben, heißt es in einem Brief an Innenminister Ken Salazar. Auch der Staat Alaska hat ähnliche Argumenten vorgebracht und prozessiert gegen die Schutzgebiete.

500.000 Quadratkilometer

Eisbären wurden von der US-Regierung 2008 zur bedrohten Art erklärt. Das Schutzgebiet soll eine Fläche von fast 500.000 Quadratkilometer haben. (red/APA/dapd)

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    In Alaska wagen sich die Eisbären bereits weit ins Landesinnere vor; hier ein Männchen im Yukon Rive.

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