Fernost-Börsen schließen mehrheitlich fester

18. Jänner 2011, 12:13
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Titanproduzenten und Bohrinselausrüster im Fokus

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag mehrheitlich fester tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 16,12 Zähler oder 0,15 Prozent auf 10.518,98 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong notierte mit 2,99 Zähler (minus 0,01 Prozent) auf 24.153,98 Einheiten nahezu unverändert.

Zulegen konnten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.249,58 Zählern und einem Plus von 10,95 Punkten oder 0,34 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 39,0 Zähler oder 0,80 Prozent auf 4.911,6 Einheiten. Der Shanghai Composite legte um 0,09 Prozent oder 2,32 Zähler auf 2.708,98 Punkte zu.

In China dominierte am heutigen Börsentag eine verhaltene Nachrichtenlage. Lediglich Luftfrachtführer gerieten nach der Abstufung zweiter Fluggesellschaften auf "neutral" unter Druck. Laut den Analysten könnte das Wachstum in Hochgeschwindigkeitszügen die Flugindustrie belasten und zukünftig für wenige Überraschungen auf der Ergebnisseite sorgen. Air China gewannen dennoch 1,00 Prozent auf 9,08 Hongkong Dollar und China Southern Airlines schwächten sich hingegen um 2,36 Prozent auf 4,55 Hongkong Dollar ab.

Unter den Einzelwerten verzeichneten Titel der Industrial Bank ein Plus von 1,80 Prozent bei 25,55 Hongkong Dollar. Das Unternehmen erwarte ein Gewinnwachstum von 40 Prozent auf 18,5 Mrd. Hongkong Dollar im Vergleich zum Vorjahr.

Joincare Pharmaceuticals Group sprangen mit einem Plus von 7,56 Prozent bei 11,81 Hongkong Dollar aus dem Handel. Der Arzneimittelhersteller plane 25 Mio. Aktien zurückzukaufen. Der Gesamtwert dieses Aktienrückkaufprogramms soll sich auf 300 Mio. Hongkong Dollar belaufen. Zusätzlich erwarte das Pharmaunternehmen aufgrund von Umsatzzuwächsen einen Anstieg des Nettoeinkommens von 53 Prozent.

Aluminum, Chinas größter Metallproduzent, kündigte an sich erneut in der Gewinnzone zu befinden. Unterstützend hätten hohe Marktpreise, Kostenreduktionen und eine Umsatzsteigerung gewirkt. Gleichzeitig wurde das Rating des Metallproduzenten von "underperform" auf "neutral" durch die Analysten der Macquarie Group hochgestuft. Aluminum-Titel schlossen mit einem Plus von 5,48 Prozent bei 7,51 Hongkong Dollar.

In Tokio sorgte Marktteilnehmern zufolge die Stabilisierung der chinesischen Börsen nach den klaren Verlusten zum Wochenauftakt für etwas Rückenwind. Am Montag hatte Peking die Mindestreserven für Banken erneut angehoben und damit die Stimmung gedrückt.

Für Titanproduzenten ging es an diesem Handelstag bergauf, nachdem die Zeitung "Nikkei Business Daily" mit einem Exportpreisanstieg von fünf Prozent für Titan rechnet. Toho Titanium-Papiere sprangen um 6,11 Prozent auf 2.274 Yen, Titel von Osaka Titanium Technologies erhöhten sich um 6,53 Prozent auf 4.570 Yen und Aktien von Ishihara Sangyo Kaisha, einem Titanoxid-Produzenten, verteuerten sich sogar um 31,91 Prozent auf 124 Yen.

Stahlwerte hingegen zählten zu den Schlusslichtern. Marktteilnehmer verwiesen auf einen Bericht der Zeitung "Nikkei", wonach Nippon Steel den angepeilten Vorsteuergewinn aufgrund hoher Materialkosten voraussichtlich verfehlen könnte. Die Aktien des größten Stahlunternehmen Japans schlossen mit einem Minus von 1,35 Prozent bei 293 Yen.

Singapur wurde vor allem durch die Ansichten des Analystenhauses JPMorgan dominiert, das sein "overweight"-Rating für Bohrinselausrüster beibehalten und die Kursziele anhoben hatte. Zahlreiche neue Aufträge werden in dieser Industrie erwartet, so die Analysten weiter. Keppel legten 0,70 Prozent auf 11,54 Singapur Dollar zu und Sembcorp Marine erhöhten sich um 2,72 Prozent auf 5,28 Singapur Dollar. (APA)

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