Gewaltprävention in der Schule eine "Notwendigkeit"

18. Jänner 2011, 11:43
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Ausstellung in Wien setzt hier an: Je früher Jugendliche für Auswirkungen von Gewalt sensibilisiert werden, desto eher können sie Konflikte gewaltfrei lösen

Wien - Die interaktive Präventionsausstellung zum Thema häusliche Gewalt "Echt Fair!" ist auf Initiative des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) und in Kooperation mit dem Stadtschulrat Wien erstmals in Österreich zu sehen. In deren Rahmen werden Schulklassen auf interaktive und positive Weise für das Thema familiäre Gewalt sensibilisiert. Zusätzlich werden die SchülerInnen und LehrerInnen von Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser und des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser durch die Ausstellung begleitet und führen danach auch eine Diskussionsrunde mit den Schulklassen.

Thema stärker in Lehrpläne integrieren

Susanne Brandsteidl, die Amtsführende Präsidentin des Stadtschulrats für Wien, sieht die Schule als einen wichtigen Ort für die Prävention häuslicher Gewalt: "Weil vor allem Kinder noch immer zu wenig Unterstützung haben und ihnen nicht zugemutet werden kann, dass sie sich selbst auf die Suche nach Hilfe machen, ist Gewaltprävention in der Schule eine Notwendigkeit. In den Lehrplänen und der pädagogischen Ausbildung ist es wichtig das Thema stärker zu behandeln."

Die Auswirkungen eines gewalttätigen Umfeldes beschränken sich nicht auf eine vorübergehende Konzentrationsschwäche und die Verschlechterung schulischer Leistungen. Vielmehr wird Gewalt als Konfliktlösungsmuster eingeübt, dies hat Auswirkungen auf das weitere Leben und auf spätere Beziehungen. "Je früher Kinder und Jugendliche ein Bewusstsein über die Auswirkungen von Gewalt erlangen, desto eher wird es ihnen möglich sein Konflikte gewaltfrei zu lösen. Die Prägung entscheidet darüber wie sehr Kinder und Jugendliche selbst einmal bereit sind Gewalt zu erdulden oder auszuüben," resümiert die Geschäftsführerin des Vereins AÖF Maria Rösslhumer.

Bereits 25 Schulklassen, etwa 700-800 SchülerInnen, haben sich für die Ausstellung bereits angemeldet. (red)


Termin

Bis 28. Jänner wochentags von 9.00 bis 15.30 (Freitag, 28.1. nur bis 14 Uhr!) Uhr im Foyer des Stadtschulrates Wien, Wipplingerstraße 28, 1010 Wien

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