Josefstädter Straße bröckelt: Wiener Linien treiben Geld auf

17. Jänner 2011, 17:52
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Wien - "Ein paar hunderttausend Euro", meint Wiener-Linien-Sprecher Answer Lang, müsse man schon investieren, um die U6-Station Josefstädter Straße wieder auf Vordermann zu bringen. Durch Umschichtungen hoffe man, das Geld für eine Renovierung noch heuer aufzutreiben. Denn die Station zerbröckelt, das Winterwetter hat der Fassade einigermaßen zugesetzt. Um zu verhindern, dass Passanten von herabstürzenden Teilen getroffen werden, wird in den nächsten Tagen ein Gerüst aufgebaut, berichtet wien. orf.at. Akute Gefahr bestehe aber nicht, betont Lang: "Es ist vielleicht ärgerlich, wenn kleine Mörtelteilchen die Kleidung beschmutzen, aber nicht bedrohlich."

Zuvor wird aber Werkstätte repariert

Priorität hätten derzeit freilich andere Projekte: Zum einen der Ausbau des Fuhrparks, in den 130 Millionen Euro investiert werden sollen, und zum anderen die Hauptwerkstätte, die um 160 Millionen hergerichtet wird. "Davon sehen die Kunden zwar nichts, aber nach 40 Jahren entspricht die Werkstätte nicht mehr aktuellen Standards", sagte Lang am Montag zum Standard.

Für die Josefstädter Straße ist nun vorerst eine Außensanierung geplant, die Überholung des Inneren geht sich laut Wiener Linien heuer finanziell nicht aus. Insgesamt laufe aber ein Sanierungsprogramm für alle historischen Otto-Wagner-Stationen; bei den U6-Stationen Gumpendorfer Straße und Nussdorfer Straße ist dies bereits abgeschlossen. (hei, DER STANDARD-Printausgabe, 18.1.2011)

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