Kreative mit starkem Profil dominieren Golden Globes

18. Jänner 2011, 22:06
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"The Social Network" und "The Kids Are All Right" erhielten Auszeichnungen als beste Filme

Los Angeles - Den Veranstaltern werden die Golden Globes heuer wohl durchwachsen in Erinnerung bleiben: Im Vorfeld hatte ein ehemaliger Mitarbeiter Klage wegen Korruption eingereicht. Im Zuge der Gala erlaubte sich dann nicht nur der hemdsärmelige Moderator, der britische Komiker Ricky Gervais, recht tiefe Scherze über die Vereinigung der Auslandskorrespondenten in Hollywood, welche den Preis zum 68. Mal ausrichtete.

Nach wie vor gilt das Spektakel als Indikator für die Academy Awards: In diesem Sinne geht jetzt David Finchers Facebook-Drama The Social Network (bester Film in der Kategorie Drama, beste Regie, bestes Drehbuch, beste Musik) als Favorit ins Oscar-Rennen. Und zwar eindeutig vor Darren Aronofskys Black Swan (beste Hauptdarstellerin) - oder gar den bei den Globes gänzlich leer ausgegangenen Inception, The Tourist und Alice in Wonderland.

Es empfehlen sich dagegen das Geschichtsstück The King's Speech (bester Darsteller: Colin Firth) und David O. Russells Boxerdrama The Fighter (beste Nebendarsteller: Christian Bale und Melissa Leo). Sowie Lisa Cholodenkos ungewöhnlicher Familienfilm The Kids Are All Right, der sich in der Kategorie Komödie als bester Film durchsetzte und mit Annette Bening als bester Hauptdarstellerin schon zuvor einen Preis einheimst hatte. Bester Animationsfilm wurde Toy Story 3.

Bei den Fernsehpreisen war die Musical-Serie Glee großer Abräumer, gefolgt vom Sender HBO, der mit zwei Auszeichnungen für Martin Scorsese Prohibitionssaga Boardwalk Empire sowie Schauspielerpreisen für Al Pacino in You Don't Know Jack und Clare Danes in Temple Grandin punktete. Die Fernsehversion von Olivier Assayas' Carlos gewann in der Kategorie beste Mini-Serie.

Der Filmpreisreigen steuert indes langsam auf die Oscars zu: Am 25. Januar werden die Nominierungen veröffentlicht, am 27. Februar die Preise vergeben. (Isabella Reicher, DER STANDARD - Printausgabe, 18. Jänner 2011)

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    Preisträger ringen um Worte und Fassung: Regisseur David Fincher, ...

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    ... Schauspieler Colin Firth ...

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    ... und Annette Bening.

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