Diebe haben es auf Sim-Karten aus Ampeln abgesehen

17. Jänner 2011, 13:38
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Johannesburger Verkehrsbehörde beziffert Schaden in Millionen-Höhe

Die Behörden in Johannesburg haben mit einer Diebstahl-Serie der ungewöhnlichen Art zu kämpfen. Aus Hunderten Ampeln wurden die Sim-Karten gestohlen, was nicht nur zu Staus und Unfällen führt, sondern der Stadt auch hohe Kosten verursacht, berichtet der Guardian.

600 Ampeln mit Sim-Karten

Etwa von November 2010 bis Anfang Jänner seien über zwei Drittel der rund 600 mit Sim-Karten ausgestatteten Ampelsysteme aufgebrochen worden. Die Ampeln senden Daten über GPRS, um Informationen Fehlfunktionen automatisch zu übermitteln. Die Diebstähle würden "systematisch und koordiniert" erfolgen, die Sim-Karten für Telefonate verwendet, so ein Sprecher der zuständigen Verkehrsbehörde. Die gestohlenen Sim-Karten habe man sperren lassen.

Hohe Reparaturkosten

Mittlerweile sei eine interne Untersuchung veranlasst worden. Die genaue Kenntnis der Diebe darüber, welche Ampeln mit Sim-Karten ausgestattet sind, deute darauf hin, dass sie über genaue Informationen über das System verfügen. Die Reparaturkosten für die Ampeln seien hoch, insgesamt werde mit umgerechnet rund einer Million Euro gerechnet. Die Verkehrsbehörde will nun Wege finden, wie die Ampelsysteme sicherer gemacht werden könnten. (red)

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  • Stau vor Johannesburg
    foto: epa

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