Deutsche A-Tec-Tochter wird Schweizerin

17. Jänner 2011, 11:36
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Dörries Scharmann wird um 70 Millionen Euro von StarragHeckert übernommen

Wien - Die österreichische A-Tec Industries AG verkauft ihre deutsche Werkzeugmaschinenfirma Dörries Scharmann für 70 Mio. Euro in die Schweiz. Käufer ist die StarragHeckert-Gruppe, der Vertrag soll noch diese Woche notariell beurkundet werden, teilte A-Tec am Montag mit. Der A-Tec-Gläubigerausschuss hat dem Deal am Freitagabend zugestimmt. In der Schweiz wurde der Verkauf am Sonntagabend bekannt.

Die Dörries-Scharmann-Gruppe mit Hauptsitz im deutschen Mönchengladbach produziert Werkzeugmaschinen der Marken Dörries, Droop+Rein, Ecospeed, Scharmann und Berthiez, die zum Bohren, Drehen, Fräsen und Schleifen mittlerer und größerer Werkstücke geeignet sind. 2010 setzte die Gruppe mit 790 Mitarbeitern rund 130 Mio. Euro um.

Finanzieren will die börsenotierte StarragHeckert die 70 Mio. Euro Kaufpreis aus eigenen Mitteln sowie durch einen Überbrückungskredit des Mehrheitsaktionärs Walter Fust, wie die Schweizer mitteilten. Es sei vorgesehen, den Überbrückungskredit in einigen Monaten durch eine Kapitalerhöhung abzulösen. Dörries Scharmann ist Teil des insolventen A-Tec-Konzerns. Schon aus dem Konzern herausgelöst ist die Schweizer AE&E Inova, ehemals Von Roll Inova, die nach Japan verkauft wurde.

Mitten im Ringen um die Weiterführung der A-Tec hatten Mitte Dezember zwei Banken überraschend einen Insolvenzantrag gegen die A-Tec Mechanical Engineering Investment GmbH eingebracht - eine Holding zwischen Dörries und A-Tec. Dieser "Querschuss", so A-Tec-Anwalt Norbert Abel laut "Presse", hätte auch Dörries gefährden können, wenn die Kunden kalte Füße bekommen hätten. Dörries galt der Zeitung zufolge als eines der Assets von A-Tec. (APA)

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