Fernost-Börsen überwiegend im Minus

17. Jänner 2011, 13:17
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Banken unter Druck

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mehrheitlich schwächer tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich zwar um 3,82 Zähler oder 0,04 Prozent auf 10.502,86 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor hingegen 126,26 Zähler (minus 0,52 Prozent) auf 24.156,97 Einheiten.

Die Märkte in Singapur und Sydney verzeichneten auch Verluste. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.238,63 Zählern und einem Minus von 7,33 Punkten oder 0,23 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 36,0 Zähler oder 0,73 Prozent auf 4.872,6 Einheiten. Der Shanghai Composite verlor 3,03 Prozent oder 84,684 Zähler auf 2.706,660 Punkte.

Die Entscheidung der chinesischen Notenbank hatte Wirkung gezeigt. Vergangenen Freitag wurde der Mindestreservesatz der Banken erneut angehoben. Ziel sei es, überschüssige Liquidität aus den Märkten zu ziehen und so die Inflation zu bekämpfen. Vor allem konjunkturabhängige Exporteure waren in Folge unter Druck geraten. Die Papiere des Baumaschinen-Herstellers Komatsu verloren in Tokio 0,95 Prozent auf 2.513 Yen. Hitachi Construction Machinery gaben um 1,27 Prozent auf 1.018 Yen nach.

An der Tokioter Börse sprachen Marktteilnehmer aber grundsätzlich von einer intakten positiven Stimmung am Markt. JPMorgan hatte mit starken Quartalszahlen überrascht und so Hoffnung auf weitere ähnlich Resultate von Branchenkollegen geschürt. Der Bankensektor hatte sich in den vergangenen Wochen besser als andere Branchen entwickelt. Verluste von Titeln wie Mizuho Financial, die um 0,59 Prozent auf 168 Yen sanken, wurden mit Gewinnmitnahmen begründet. Dowa Holdings Titel verteuerten sich dafür um 1,28 Prozent auf 556 Yen. Die Papiere konnten von steigenden Kupferpreisen profitieren.

Unter den Einzelwerten, gerieten Titel aufgrund von Analystenstimmen in den Blickpunkt. Dainippon Screen Manufactoring verteuerten sich an der Tokioter Börse um 3,75 Prozent auf 691 Yen. Die Analysten von JPMorgan hatten das Kursziel der Papiere angehoben. Bridgestone mussten um 0,90 Prozent auf 1.550 Yen nachgeben. UBS revidierten ihre Empfehlung von "Buy" auf "Neutral".

An der Börse in Hongkong gerieten dem asiatischen Trend entsprechend Bankentitel unter Druck. China Construction Bank-Werte sanken um 2,05 Prozent auf 7,17 Hongkong Dollar. Energiewerte waren auch unter den Verlierern zu finden Petrochina sanken um 1,12 Prozent auf 10,58 Hongkong Dollar. Bank of China, Chinas viertgrößte Bank, verlor 1,40 Prozent auf 4,24 Hongkong Dollar. China Life Insurance Titel fielen 0,77 Prozent auf 32,05 Hongkong Dollar.

BHP Billiton mussten in Australien 1,20 Prozent auf 45,30 australische Dollar nachgeben. Auch der Goldproduzent Newcrest Mining musste Abschläge in Kauf nehmen. Die Papiere notierten mit minus 1,25 Prozent auf 37,81 australische Dollar. Rio Tinto verloren 1,89 Prozent auf 85,88 australische Dollar. (APA)

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