Das Wohnen mit Rad neu erfinden

Julia Schilly, 17. Jänner 2011, 14:50
  • Die autofreie Siedlung in der Nordmanngasse in Floridsdorf wurde im Dezember 1999 fertiggestellt.
    foto: derstandard.at

    Die autofreie Siedlung in der Nordmanngasse in Floridsdorf wurde im Dezember 1999 fertiggestellt.

  • Das Außergewöhnliche: Die Mieter verpflichten sich, auf den Besitz eines Autos 
zu verzichten. Das war nur möglich, da 1996 das Garagengesetz für dieses Projekt geändert wurde.
    foto: derstandard.at

    Das Außergewöhnliche: Die Mieter verpflichten sich, auf den Besitz eines Autos zu verzichten. Das war nur möglich, da 1996 das Garagengesetz für dieses Projekt geändert wurde.

  • Dadurch wurden Ausnahmen der 1:1 Stellplatzverpflichtung möglich. Das bedeutet, dass ein Abstellplatz pro Wohnung verpflichtend bereit gestellt werden muss. Die Tiefgarage ist dementsprechend mit Rädern vollgestellt, anstatt mit Autos.
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    Dadurch wurden Ausnahmen der 1:1 Stellplatzverpflichtung möglich. Das bedeutet, dass ein Abstellplatz pro Wohnung verpflichtend bereit gestellt werden muss. Die Tiefgarage ist dementsprechend mit Rädern vollgestellt, anstatt mit Autos.

  • In der Siedlung gibt es viele Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten. Auch der Schilfteich, zentral im Innenhof gelegen, wird zum Beispiel von Freiwilligen gemeinsam gepflegt.
    foto: derstandard.at

    In der Siedlung gibt es viele Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten. Auch der Schilfteich, zentral im Innenhof gelegen, wird zum Beispiel von Freiwilligen gemeinsam gepflegt.

  • Auf dem Dach gibt es Gemüsebeete. Die Nachfrage ist so groß, dass es ein Rotationsprinzip zwischen den Mietern gibt: Jedes Jahr darf jemand anderer gärtnern.
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    Auf dem Dach gibt es Gemüsebeete. Die Nachfrage ist so groß, dass es ein Rotationsprinzip zwischen den Mietern gibt: Jedes Jahr darf jemand anderer gärtnern.

  • Ein ähnliches Projekt wird seit 2007 an der Vorgartenstraße in Wien-Leopoldstadt erfolgreich umgesetzt.
    foto: derstandard.at

    Ein ähnliches Projekt wird seit 2007 an der Vorgartenstraße in Wien-Leopoldstadt erfolgreich umgesetzt.

  • Auf dem Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs wurde die "Bike City" errichtet. Die Bewohner leben "Tür an Tür" mit ihren Rädern, denn in jedem Stockwerk gibt es mehrere Abstellmöglichkeiten.
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    Auf dem Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs wurde die "Bike City" errichtet. Die Bewohner leben "Tür an Tür" mit ihren Rädern, denn in jedem Stockwerk gibt es mehrere Abstellmöglichkeiten.

  • Die Nachfrage für solche Projekte ist groß: Für die 161 Wohnungen der Bike City hatten sich mehr als 4.000 Interessenten gemeldet.
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    Die Nachfrage für solche Projekte ist groß: Für die 161 Wohnungen der Bike City hatten sich mehr als 4.000 Interessenten gemeldet.

ArchitektInnen nehmen immer öfter Rücksicht auf RadfahrerInnen - In Wien sind die "Autofreie Siedlung" und die "Bike City" Pionierprojekte

"Ein ruhender Körper fährt fort zu ruhen, wenn nicht eine Ursache ihn bewegt", heißt es im Gesetz der Trägheit. Dieser physikalische Lehrsatz lässt sich gut auf die "Masse Mensch" umsetzen. Oder, wie es Alec Hager von der IG Fahrrad ausdrückt: "Wir wählen das Verkehrsmittel, das am schnellsten und günstigsten ist." Zwei Wohnprojekte in Wien wollen die Entscheidung für das Fahrrad als Hauptverkehrsmittel erleichtern: Die Autofreie Siedlung in Floridsdorf und die Bike City in Leopoldstadt. Das Prinzip ist ähnlich, die Umsetzung unterschiedlich. Es geht darum, dem Auto weniger und dem Drahtesel mehr Raum zu geben. derStandard.at hat in den Siedlungen einen autofreien Rundgang gemacht.

*****

Im Dezember 1992 stellten die Grünen im Wiener Gemeinderat den Antrag, in den Stadterweiterungsgebieten "autofreie Siedlungen" zu planen. Vorbilder gab es damals zum Beispiel in Bremen. Neben der †Überzeugungsarbeit war vor allem die Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen eine Herausforderung. Für dieses Projekt "Autofreie Siedlung" im 21. Wiener Gemeindebezirk wurde 1996 schließlich das Wiener Garagengesetz geändert: Seither ist eine Ausnahme der 1:1 Stellplatzverpflichtung möglich. Das bedeutet, das in diesem Fall pro Wohnung kein Parkplatz gesichert werden musste. Geplant wurde die erste autofreie Siedlung - sie umfasst 244 Mietwohnungen mit Eigentumsoption - von den ArchitektInnen Cornelia Schindler und Rudolf Szedenik, denen der Auftrag im Zuge eines Bauträgerwettbewerbs 1996 zugesprochen wurde. 

Mietvertrag: Verzicht auf Auto

Im Dezember 1999 bezogen die ersten BewohnerInnen (oft) mit Kind, Kegel und Fahrrad ihre Wohnungen in Floridsdorf. Im Juni 2000 waren bereits 83 Prozent der Wohnungen vergeben. Die Bewohnerin Eva Favry berichtet von einem ungeplanten Nebeneffekt des urbanen Dorfes: "Es wurden hier besonders viele Kinder geboren, bzw. sind viele Familien mit kleinen Kindern eingezogen. Die Leute, die in den Hof herunter keppeln, haben hier also nicht viel zu sagen."

Eine Klausel im Mietvertrag verpflichtet die MieterInnen, dass sie kein eigenes Auto besitzen oder dauerhaft nutzen dürfen. "Das kann so natürlich nicht exekutiert werden. Dieser Punkt spielt aber auch keine allzu große Rolle zwischen den Mietern", versichert Favry. Ein hauseigener Car-Sharing-Betrieb ermöglicht es den BewohnerInnen dennoch, bei Bedarf mit dem Auto mobil zu sein. In der Tiefgarage befindet sich der Kleinwagen, der von allen genutzt werden kann.

Ansonsten dominieren auch in der Garage die Fahrräder. Für die hunderten Drahtesel gibt es auf die gesamte Siedlung verteilte Abstellplätze im Freien, in absperrbaren Boxen, im Keller und in der Tiefgarage. "Radfahrer sind noch ärger als Autofahrer, sie wollen keinen Schritt zu Fuß gehen", scherzt Favry. Die bequeme Nähe zum Fahrrad verführe daher dazu, es öfter zu nutzen. Doch auch die Sicherheit ist ein entscheidender Punkt, vor allem bei teureren Rädern, wie Alec Hager sagt: "Ein schönes Fahrrad bleibt in Wien oft nicht lange vor der Tür stehen."

Ergänzend zum umweltfreundlichen Konzept wird in der Wohnanlage der Großteil des Warmwassers durch die 450 Quadratmeter Sonnenkollektoren erzeugt. Für die Warmwasseraufbereitung gibt es außerdem eine Schmutzwasser-Wärmerückgewinnungsanlage. Das über die Wärmepumpenanlage abgekühlte Schmutzwasser fließt zum Behälter für die Nutzwasserrückgewinnung. Dort wird das Wasser wiederum aufbereitet, sodass es ein zweites Mal bakteriell einwandfrei, diesmal für die WC-Spülung, verwendet werden kann.

Schilfteich statt Parkplatz

Das Geld, das für die Errichtung der Parkplätze nicht ausgegeben werden musste, wurde für gemeinschaftliche Einrichtungen und eine großzügige Grünraumgestaltung verwendet. Die zukünftigen MieterInnen konnten schon während der Planungsphase mitgestalten. So gibt es zum Beispiel eine ehrenamtlich betriebene Fahrradwerkstatt am sogenannten "versunkenen Platz" (er liegt etwas tiefer als die ebenerdige Fläche).

Die Grünanlagen, wie der Schilfteich und die Gemüsebeetdächer, werden von den BewohnerInnen gepflegt. Im Sommer lädt ein breiter Steg zum Aufenthalt im "Teichhof" ein. Zudem fördern ein allgemeines Wohnzimmer, eine Sauna, Jugend- und Kinderzimmer und eine Werkstätten die Gemeinschaft. Das solle jedoch nicht in "Sozialterror" ausarten. "Wer lieber für sich bleiben will, wird in Ruhe gelassen", sagt Eva Favry. Die "Dorfgemeinschaft" in der Stadt bringe viele Vorteile, könne aber auch abschrecken, wie eine andere Mieterin berichtet. Es sei vorgekommen, dass Leute, die mehr Anonymität suchen, wieder weggezogen sind.

Rad vor der Tür in der Bike City

Mühsames Schleppen des Fahrrads über die Stufen, schwere Türen und dunkle, enge Abstellräume sind auch in der Bike City in der Vorgartenstraße im zweiten Wiener Gemeindebezirk tabu: Es gibt tageslichthelle Glasboxen in fast jedem Stockwerk, Nischen in den Laubengängen, Abstellbügel vor einigen Wohnungstüren, aber auch versperrbare Abstellboxen im Keller für besonders wertvolle Exemplare. Insgesamt gibt es rund 300 Abstellplätze im Hof und 215 Fahrräder im Haus. Schon vor der Siedlung fallen Radfahrstreifen auf der Straße auf, die fast so breit sind, wie jene für AutofahrerInnen.

Auch die Aufzüge sind großzügiger als Standardmodelle, darin finden sogar drei Räder mitsamt FahrerInnen Platz. Das erklärt, warum die MieterInnen ihre Räder besonders gern bis vor die Haustür mitnehmen. Denn eine Zählung hat ergeben, dass 10 Prozent der Drahtesel im Keller, 20 Prozent im Erdgeschoß und 70 Prozent in den Obergeschoßen stehen. "Bei uns wird aber nicht vorher gefragt, ob man ein Rad besitzt. Ich schätze, dass ein Drittel affin ist, ein Drittel sympathisiert und einem Drittel ist es schlicht egal", stellt Verkehrsplaner Michael Szeiler klar, der selbst in der Bike City wohnt.

Die 99 Mietwohnungen am Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs wurden 2008 fertiggestellt. Der Auftrag ging nach einem städtebaulichen Wettbewerb an die königlarch architekten. Im Gegensatz zu der Siedlung in Floridsdorf muss aber niemand laut Mietvertrag auf das Auto verzichten. In der Tiefgarage gibt es 56 PKW-Abstellplätze sowie die Möglichkeit zum Car-Sharing. Michael Szeiler berichtet: "Es gibt einige Leute, die unter der Woche alle Wege mit dem Rad erledigen, aber am Wochenende schon ab und zu mit dem Auto wohin fahren wollen."

Weitere Rad-Siedlung bis 2012

In Leopoldstadt entsteht bereits die zweite fahrradfreundliche Siedlung. Das Nachfolgeprojekt, die "Bike & Swim City", soll bis 2012 fertig sein. "Der Name hat nichts mit der Nähe zur Donauinsel zu tun. Mit dem Geld, das für die nicht gebaute Garage eingespart wird, soll ein Pool finanziert werden", erklärt der Grüne Gemeinderat Christoph Chorherr, der Initiator der Autofreien Siedlung und der Bike City war. Das Interesse an den neuen Wohnungen sei groß, sagt der Grüne. Die anfängliche Angst von Bauträgern, ob solche "autofreien" Siedlungen überhaupt auf genügend Interesse stoßen würden, sei damit entkräftet.

Spezielle Siedlungen für Radfahrer sind zwar ein guter Ansatz, doch für ganz Wien sei ein Lösungsansatz notwendig, fordert Alec Hager: "Wir haben noch keine Radkultur in Österreich. Es ist ein Bewusstseinssprung notwendig, dass das Rad ein Verkehrsmittel, und nicht nur Sport, Vergnügen oder etwas Exotisches ist." (Julia Schilly, derStandard.at, 18. Jänner 2011)

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haha am arsch von wien ziehen und sich verpflichten ein auto nicht zu kaufen. doddln

stellplatzverpflichtung

eine wichtige maßnahme wäre eine gesetzliche rad-stellplatzverpflichtung für jedes bauprojekt - analog zur derzeitigen stellplatzverpflichtung für autos.
zusätzlich sollte man auch alle hausbesitzer oder -verwalter verpflichten, bei schon bestehenden häusern radabstellplätze in relation zur anzahl der wohnungen zu errichten.

Gefährlich ist nur die Nachnutzung

Die Erstmieter werden so wohl glücklich werden, wenn diese aber mal älter werden oder (Himmel bewahre!) einen besseren Job bekommen, oder Nachmieter einziehen, dann wirds eng werden.
Dann steht ein Wohnblock ohne Garagen herum und die Leute besetzen die Parkplätze au der Straße, zu Lasten der anderen Menschen drumherum.

Die Stellplatzverpflichtung hat schon Sinn.
Empfehle doch eine Garage zu bauen und diese zu versiegeln bis sie in 5 bis 10 Jahren genz dringend gebraucht wird.

Nix is fix...

Ich habe gehört, dass einige BewohnerInnen inzwischen doch ein Auto besitzen. Nix is fix, also könnten/sollten (die ja auch) ausziehen und anderen Leuten Platz machen. Ich würd gern einziehen und habe nicht vor, mir in den nächsten 30 Jahren ein Auto zuzulegen.

Die Radfahrer sind doch schon die mit höherer Bildung und höherem Einkommen: http://chorherr.twoday.net/stories/6408149/ Das sind nicht unbedingt die die so unzufrieden im aktuellen Job sind.

Viel problematischer sind die ganzen 20 Jahre alten Wohnblöcke mit Radräumen die so verbaut sind, dass man nur Räder die man einmal alle paar Monate braucht wirklich dort verstauen möchte. Wo ist da die "Stellplatzverpflichtung" wo es doch viele Familien gibt in denen jeder ein eigenes Rad hat. Sprich Radraumschlüssel sollte irgendwo zwischen 2 und 3 liegen.

Und wer so alt und gebrechlich ist, dass Radfahrern nicht mehr in Frage kommt ist auch nicht der beste KFZ-Lenker. Zum Glück haben wir noch Öffis. Die brauchen keine Stellplatzverpflichtung.

lebensmittelgeschäfte, ärzte und büros

gehören in diese häuser. das erspart viele wege von vornherein.

ausserdem gehörte zwischen privatem innenhof und öffentlicher straßenseite deutlich unterschieden.
die halböffentlichen höfe zwischen den freistehenden wohnblöcken sind verschwendete fläche da sie keine wirkliche funktion (als überschaubarer spielplatz zu öffentlich, beete im hof nicht vandalensicher) haben und mit pseudo-bänken oder kleingrün zugestellt werden.

irgendwann müssen die radfahrer doch hinaus in gebiete mit autoverkehr um ihre besorgungen zu erledigen denn diese häuser haben kein lebensmittelgeschäfte.

autofreie infrstruktur sollte sich das gründerzeitzinshaus zum vorbild nehmen, wo geschäfte/cafes beim bau miteingplant wurden da autos noch nicht existierten.

Rund um die Bike-City (und bald Bike & Swim) liegen Spar, Zielpunkt und Hofer. Gleich bei der Remise ist eine praktische Ärztin, genauso eine Straße weiter. Die weiteren Spezialisten sind max. soweit weg wie in 3.-9.

Milleniums-City (inkl. Markt mit frischem Gemüse), Donauzentrum und Stadion-Center sind in ~15 Minuten mit dem Rad zu erreichen - auch mit Anhänger. Ähnlich lang dauert's auch mit der U1 zum Naschmarkt. Spät oder Sonntags ist man auch noch sehr schnell beim Billa am Praterstern - und hat dank ausreichend Bügel schneller als ein Autofahrer einen Abstellplatz gefunden.

Der Hof wird von den Kindern gut angenommen und dass die nicht einfach über den Zaun raus hüpfen können ist da wichtiger als jemand der rein hüpft.

Was fehlt?

In.wien.taet.ich.lieber.mit.dem.rad.fahren.als.mit.dem.auto

Also, ich weiss, dass man auch ohne Badewanne, Waschmaschine oder Geschirrspüler

und Zentralheizung wohnen kann.
Das würde alles so viel ökonomischer sein. Es geht superleicht und alle, die es nicht so machen, sind einfach ignorante Umweltschweine.

Ein Geschirrspüler ist meines Wissens nach sparsamer,...

... als wenn man von Hand spült. ;-)

Das Problem ist auch gar nicht, daß Sie mit dem Auto fahren - oder gar eines besitzen. Es gibt dafür genügend gute Gründe - niemand möchte z.B. seinen sparsamen Geschirrspüler mit dem Fahrrad transportieren. ;-)
Das Problem ist eher, daß die Kosten nicht an den Nutzer weiter gegeben werden, sondern die Allgemeinheit dafür aufkommen muß - und darüber regt man sich halt auf. Wenn ich z.B. eine Wohnung besitze, und die liegt an einer viel befahrenen Straße, dann ist diese weniger wert und ich kann nicht so hohe Mieteinnahmen lukrieren (das ist quasi der kapitalistische Wert der Lebensqualität). Verursacher sind hierbei die Autofahrer, zahlen muß ich.

Dadurch ist Autofahren übermäßig attraktiv.

Das Problem ist nicht die Sparsamkeit bei Wasser. Wenn du Wasser unverschmutzt durchlaufen lasst, kannst du das Wasser den ganzen Tag laufen lassen, da Wasser nicht verloren geht (ja, Trinkwasser gibt es nicht unendlich, aber das durchgeronnene Wasser verdunstet ja irgendwo und wird genauso teilweise wieder in Trinkwassergebieten als Regen niedergehen wie schon zuvor).

Das Problem ist, dass du massig Wasser mit Strom erhitzt. Und das ist ökologischer Wahnsinn. Aber es kommt noch viel schlimmer. Hst du dich nie gefragt, warum Geschirrspüler ohne jeglichen physischen Druck (denn du beim manuellen Abwaschen hast) auskommt? Wegen eines gesundheitlich extrem belastenden Chemiecocktails! Also red nicht die Umweltkatastrophe Geschirrspüler schön.

Weiß nicht, ...

... also wenn ich eine ineffiziente Haushaltstherme zum Wasser aufheizen nehme und das mit einem Geschirrspüler vergleiche, der mit Strom aus einem Wasserkraftwerk oder Windkraftwerk läuft (gut, so weit sind wir noch nicht, daß das auf 100% des Stroms zutrifft, aber in Österreich sind es zumindest 60%), schaut die CO2 Bilanz glaube ich nicht so schlecht aus. Und der Geschirrspüler macht halt weniger Wasser dreckig, als wenn man mit Hand wäscht. Ich habe mir die Studie zwar nicht angeschaut, aber die Uni Berlin kommt zumindest zu dem Schluß, daß Geschirrspüler besser ist als Handwäsche.

Lieber Herr Tompkins, bitte posten Sie auch zu all jenen hysterischen postern,

die einen schon ankeifen, wenn man erwähnt, dass man hin und wieder mit dem Auto fährt. Und nein: a. das kann nie energiesparender sein, als mit der Hand waschen, b. wenn Sie mehr Wasser verbrauchen als der Geschirrspüler, machen Sie was beim Abwaschen falsch.

ich hab tatsächlich keinen geschirrspüler

keine badewanne und eine gastherme statt zentralheizung. und kein auto.
obwohl ich das alles haben und mir leisten könnte - easy.
mir geht aber trotzdem nix ab.

Bei guter Führung wird sich ihre Situation bald erledigt haben. Sie müssen einen verdammt guten Therapeuten haben, ihr Zweckoptimismus ist wohltuend.

http://www.thema-energie.de/strom/hau... ueler.html

Muß man sich sicher genauer anschauen, ist aber eine Überlegung wert, denke ich.

der Vergleich funktioniert AUSschliesslich nur dann,

wenn man mit fliessendem Wasser abwäscht...

ja, ok, ich muss da aber dazusagen

dass ich vielleicht einen geschirrspüler hätte wenn meine küche anders ausschauert. wobei ich aber wiederum sehr viel unterwegs bin und kaum öfter als 2x in der woche dazukomme zu kochen. weiß nicht recht ob und ab wann es sich rentieren tät.

wie versorgen Sie dann Ihre zwei Kinder, Ihren Partner usw. mit Essen,

dass Sie ja selbstverständlich mit den öffentlichen oder mit dem Fahrrad nach Hause zahn können.... und das bei einer 40h Arbeitswoche (inklusive Kinder in der Früh in den Öffentlichen zum Kindergarten bringen und dann in die Arbeit und am Weg nach Hause wieder abholen) und einem Arbeitsort mindestens 30 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln entfernt von Ihrem Wohnort. Da möcht ich wissen, ob Sie wirklich OHNE Geschirrspüler, Waschmaschine, Auto auskommen können und wollen.

Der Spar hat bis 1930 offen. Also rechnen wir zurück. Der Einkauf unter der Woche dauert bis zu 30 Minuten - sind wir bei 1900. Der Weg von der Arbeit nach Hause - 1830. 30min Mittagspause + 8h Arbeitszeit - 1000. Die Kinder hat man aber in der früh, zwischen 0800 und 0900 in die Arbeit gebracht. Da bleibt 1h Puffer.

Und dann geht sich mal 1930 wirklich nicht mehr aus. Oder man kommt erst zu spät drauf, dass man noch etwas braucht. Billa Praterstern hat aber bis 2100 offen.

Organisiert man Großeinkäufe könnte man auch wöchentlich mit 2 Rädern und Kinder- und Transportanhänger die Kleinen und Essen und Trinken mitnehmen. Oder mal monatlich mit dem Carsharing-Auto auf Großeinkauf.

Aus Waschmaschine wird Waschküche - bleibt Geschirrspüler.

gastherme ist zentralheizung.

Fein, SIE haben das nicht. Jetzt brauchen sich nur noch die anderen 200 poster in derselben Weise outen.

wohnt man denn dort auch billiger?

es stimmt, dass viele straßen und häuser nicht für radfahrer ausgelegt sind, weil es keine räume gibt, in denen man das rad abstellen kann bzw. nicht genug radwege.
diese auszubauen halte ich für eine gute idee. aber mit irgendwelchen zwängen und pflichten kommen??? das ist wieder mal typisch österreichisch. ich lehne zwänge an sich ab.

was denn für Zwänge? Die Leute wohnen freiwillig da.

Nur ja kein Auto ist ein Zwang.

Bin da natürlich ganz fertigprodukts Meinung: das
Ganze ist mit sicheren Abstellplätzen fürs Fahrrad getan.

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