Wolfsjagd

Schweden bekommt Ärger mit der EU

28. Jänner 2011, 11:59

Kommission leitet Vertragsverletzungsverfahren ein

Stockholm - Schweden bekommt wegen der Wolfsjagd Ärger mit der Europäischen Union. Wie die EU am Donnerstag in Brüssel mitteilte, leitete die Kommission gegen Schweden ein Vertragsverletzungsverfahren ein, weil sie darin einen Verstoß gegen das EU-Umweltrecht sieht. Schweden hatte, obwohl die Wölfe dort vom Aussterben bedroht sind, im Jänner die Jagd auf die Tiere freigegeben und den Abschuss von 20 Wölfen erlaubt.

Der Jagdauftakt Mitte Jänner

Schwedische Jäger haben zum Auftakt der umstrittenen Wolfsjagd an einem einzigen Wochenende 15 Wölfe getötet. Im Bezirk Dalarna störten Tierschützer das Aufspüren von Wolfsrudeln durch das Zünden von Feuerwerkskörpern. Die Polizei erklärte, sie nehme die Sabotageakte sehr ernst. Mehrere Jäger hatten zuvor Morddrohungen erhalten.

Landesweit hatten sich 6.800 Schweden für die Jagd auf 20 der insgesamt 220 dort lebenden Wölfe angemeldet. Tier- und Umweltschützer protestieren gegen die Entscheidung des staatlichen Naturschutzamtes, im zweiten Jahr in Folge grünes Licht für die Wolfsjagd zu geben.

Abschussquote überzogen

Vorher waren die fast ausgerotteten Raubtiere in Schweden 45 Jahre lang geschützt. Ihr Bestand hat sich seit den 80er Jahren wieder langsam vermehrt. Im vergangenen Jahr töteten die Jäger innerhalb von wenigen Tagen 28 statt der 27 freigegebenen Tiere.

Jäger und Anrainer der betroffenen Regionen verlangen noch deutlich höhere Quoten. Sie argumentieren, dass Wölfe zunehmend Schafe, Kühe, Elche und Jagdhunde reißen. Nach amtlichen Schätzungen werden jährlich etwa 25 Wölfe von Wilderern erlegt.

Natur- und Umweltschützer in Schweden halten den seit den 80er Jahren langsam wieder angewachsenen Wolfsstamm für noch nicht ausreichend gesichert, um Jagdquoten wie in diesem und im letzten Jahr zu rechtfertigen. Die Jagdsaison dauert bis zum 15. Februar. (APA/dpa)

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Posting 1 bis 25 von 99
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flaute
02
29.1.2011, 17:04

Ich denke Wölfe sollten ein Recht auf Existenz haben. Genauso wie jede andere Spezies. Ich finde der Mensch hat nicht das Recht dazu Arten auszurotten, weil Sie ihm keinen Nutzen bringen oder weil sie manchmal Schafe reißen. Der Mensch hat bisher ein Artensterben verursacht, was dem von Meteoriteneinschlägen vergangener Erdzeitalter gleichkommt und daher sollte er mal zumindestens mal erstens realisieren, dass das Unrecht ist und zweitens versuchen damit aufzuhören.

aleph null
20
Sie haben ja grundsätzlich recht;

Nur wie erklärt man das den dort ansässigen Bauern, dass sie sich damit abzufinden haben, wenn ihre Schafe gerissen werden?

Das Problem liegt in Wirklichkeit woanders: Wildtiere benötigen eben ein großes Jagdrevier und nicht einmal im dünn besiedelten Schweden ist dafür genug Platz vorhanden. Wenn wir den Tieren ihren angestammten Lebensraum zurückgeben wollen, müssen wir Menschen uns von dort zurückziehen, oder wir müssen uns damit abfinden, dass der bengalische Königstiger oder andere Raubtiere den Schulweg unserer Kinder kreuzen.

Advaita0
00
28.1.2011, 20:53
Ich komme!

Sarah Palin

worry1
14
28.1.2011, 13:28
Jäger sind einfach nur Mörder.

Was will man schon von jemandem halten, der Lust und Freude, ja sogar Stolz empfindet mit einem modernen Gewehr auf 150 m ein Tier, das nur leben will, umzubringen.
Erst alle Raubtiere umbringen um dann die Ausrede zu haben, den Tierbestand regeln zu müssen.
Verlogenes Pack - ´45 durften diese Typen auf Menschen schießen und hatten die selbe Freude daran.

Zitronenbaum
05
18.1.2011, 07:46
Sauerei!

Schweden ist so ein weitläufiges Land und da kann es nicht möglich sein, dass man die sowieso gefährdeten Wölfe in Ruhe lässt? Warum muss man bitteschön ein Raubtier schießen, das Elche frisst? (Ein Unfall mit einem Elch kann tödlicher sein als mit einem Reh, um es mal auf den Punkt zu bringen.)
Bzw., was sollen die Wölfen denn bittschön anderes fressen, als die Tiere, die vorhanden sind? Die können schlecht von Hundefutter leben!

Und ich glaube kaum, dass die Leute die ANGEBLICH Schafe und Kühe verloren haben nicht auch so genug "Fleisch" haben. Was wir Menschen produzieren in unseren reichen Ländern ist oft so viel, dass wir es wegwerfen - wieso also den Wolf abschießen, weil er Überschuss frisst?

Nutze den Tag
30
28.1.2011, 13:22
Wölfe fressen nicht in Tierfabriken,

sondern artgerecht gehaltene Nutztiere.

Oder wie wollen Sie Gras essen, ohne es über den Weg von Rind oder Schaf, etc, aufbereitet zu bekommen? Im Norden gibts zu wenig Getreide und Gemüse.

gigngogn
 
61
18.1.2011, 10:52

>Schweden ist so ein weitläufiges Land und da
>kann es nicht möglich sein, dass man die sowieso
> gefährdeten Wölfe in Ruhe lässt?
Sagen sie das den Wölfen, die wollen nämlich einfach nicht in den ihnen zugedachten menschenleeren Wäldern bleiben sondern ziehen lieber in die Nähe von menschlichen Siedlungen weil es sich dort dank Schafen und Haustieren viel feiner leben lässt.

>Warum muss man bitteschön ein Raubtier
> schießen, das Elche frisst?
Weil es statt Elchen lieber Schafe, Kühe und Haustiere frisst, die sind leichter zu fangen und wehren sich nicht so.

>dass die Leute die ANGEBLICH Schafe und Kühe
> verloren haben
Sie glauben die bilden sich das ein und in Wirklichkeit haben sich die Schafe gegenseitig gekillt?

Poldi Fesch
02
28.1.2011, 13:32
die werden von

der EU ersetzt

Tethys
03
28.1.2011, 12:04

Wölfe erlegen gesunde Elche und Kühe?? Aus welchem Fachbuch haben Sie das bitte?

aleph null
00
Sie unterschätzen die Kampfkraft eines Wolfsrudels

http://de.wikipedia.org/wiki/Wolf... C3.A4hrung

Wechselländer
00
"Wölfe erlegen GESUNDE Elche und Kühe"

Einen gesunden Elch würde ein Wolfsrudel nie angreifen, da die Verletzungsgefahr zu groß wäre.

Wechselländer
06
18.1.2011, 19:31

1. Glaube ich kaum, dass Wölfe wirklich Kühe erlegen können (vor allem in Schweden, wo die Rudel nicht die größten sind)
2. Man kann seine Haustiere ziemlich gut vor Wölfen schützen (siehe Pyrenäen)
3. Das wars schon!

gigngogn
 
40
19.1.2011, 10:02

ad 1) Glauben ist halt so eine Sache, wissen wäre besser, irgendetwas hat die Kühe in Schweden aber gerissen, die Verantwortlichen gehen von Wölfen aus.
Btw, etwas das einen Elch (190cm Schulterhöhe, ~500kg schwer, sehr wehrhaft) reißen kann, wird mit einer Kuh leicht fertig.
ad 2.) Klar kann man, aber warum sollte man? Es ist weit einfacher die Wölfe zu vertreiben und klein zu halten als in alle Schafspferche und Kuhweiden Aufpasser zu setzen

X Y
00
29.1.2011, 16:56
Jaja, der Glauben - Selbst 20 Tiere starke Wolfsrudel reißen normalerweise keinen erwachsen und gesunden Elch.

Die gehen immer auf die Kleinen und die Schwachen. Die Hermann Löns Geschichten mit dem riesigen Elch und den toten Wölfen sind zwar faszinierend zu lesen, aber nicht wahr.
Reißen Wölfe aber Elche? Oh ja, und jede Menge, aber halt die jungen. Reißen die dann gelegentlich auch Ziegen, Schafe oder Kälber in Landstrichen, wo weniger Menschen sind? Wahrscheinlich, oder die sterben zuerst und werden dann gefressen.
Auf jeden Fall sollte das irrelevant sein bei den heutigen LW-Subventionen. Der Schaden wird vom Staat ersetzt.
Mit der von Ihnen behaupteten "Einfachheit" hat die Wolfgsjagd nichts zu tun. Viele Jäger WOLLEN nun einfach Wölfe schießen, und die Bauern wollen ihr Eigentum gegen den "Dieb" verteidigen. Das sind starke Motive.

Poldi Fesch
00
28.1.2011, 13:33
ja, und

die Agrarsubventionstoepfe sind gefuellt

Wechselländer
00
19.1.2011, 17:19

1. Ich sage "glauben", weil ich nicht in Schweden war, also mein gesamtes Wissen aus den Medien beziehen muss.
2. Wölfe jagen keineswegs die starken 500 kg Elchbullen, sondern schwache, alte, kranke oder junge Tiere.

Lilith Boessse
 
03
17.1.2011, 21:14
..."Sie argumentieren, dass Wölfe zunehmend Schafe, Kühe, Elche und JAGDHUNDE reißen"....

na, da haben wir's ja schon!

außerdem schießen jäger immer nach möglichkeit alles, was außer ihnen im wald tötet.

konkurrenz wird nicht geduldet!!

gigngogn
 
70
18.1.2011, 10:53

>konkurrenz wird nicht geduldet!!
Natürlich nicht, oder würden sie es toll finden wenn jemand die Grundlage ihres Einkommens regelmäßig vernichtet?

Wechselländer
00
28.1.2011, 20:06

Den Leuten wird nicht die Grundlage ihres Einkommens regelmäßig vernichtet, da sie sowieso genug Entschädigungen bekommen (von denen sie sich übrigens elektrisch geladene Zäune, Hirtenhunde etc. kaufen könnten)

Tethys
02
28.1.2011, 13:37

Der Jäger kann sich eine andere Einkommensquelle suchen, der Wolf kann nicht zum Supermarkt einkaufen gehen.

Mynnia
02
18.1.2011, 12:59

Aja, und ein Jäger ist vor allem zum Erschießen von Tieren da und lebt davon?

Ich dachte, das sind Wilderer.

Sorry, aber ich glaub langsam, Sie sind einfach nur ein Troll...oder absichtlich dumm...

gigngogn
 
30
18.1.2011, 13:20
Jemand der seien Jagdrechte verpachtet bekommt dafür natürlich Geld, also Einkommen. Keine Tiere im Wald -> kein Einkommen

Und Schafe und Rinder hält sich auch keiner zum Spass, sondern weil er davon lebt.

>oder absichtlich dumm
Sagt mir jemand der glaubt Tiere und Menschen wären gleich, Jagd habe keine wirtschaftliche Komponente und Schafe und Kühe werden zum Spass in Pferchen gehalten.

Wechselländer
00
28.1.2011, 20:09

Wenn Sie ein wenig Ahnung von Ökologie hätten, so wüssten Sie, dass ein Wolf (oder irgendein anderer Beutegreifer) NIEMALS sein Beutetier in seinem Bestand dezimieren geschweige denn vernichten kann. Er sorgt vielmehr dafür, dass (alle paar Jahre vorkommende) Bestandsexplosionen verhindert werden.

Wechselländer
13
17.1.2011, 18:02

menschliche Bevölkerungsdichte in Schweden: 20,7 Einwohner pro Quadratkilometer
wölfische Bevölkerungsdichte in Schweden: 0,00044 Einwohner pro Quadratkilometer
Logische Folgerung: Der Wolfsbestand muss unbedingt reguliert werden.

gigngogn
 
41
18.1.2011, 10:55
Leider evrteilen sich weder Menschen ncoh Wölfe gleichmässig über das Land

Menschen haben die unangenehme Eigenschaft sich zusammenzuballen und zwar in sogenannten Siedlungen und Wölfe haben die unangenehme Eigenheit, Menschen dorthin zu folgen, weil es dort viel einfacher ist an Futter zu kommen.
Leider war das Futter nicht für Wölfe, sondern für Menschen gedacht, was die Menschen gar nicht gut finden

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