Ehemaliger Postzusteller entführt und bedroht

16. Jänner 2011, 19:47
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Bewaffnete Täter forderten 4.000 Euro von Postler, der zwei Überfälle vorgetäuscht haben soll

Ein ungewöhnlicher Kriminalfall beschäftigt derzeit die Behörden in Oberösterreich. Ein 20-jähriger ehemaliger Postzusteller aus dem Bezirk Perg in Oberösterreich, der im Verdacht steht, im vergangenen Jahr zwei Überfälle vorgetäuscht zu haben, wurde am Freitag Opfer einer Entführung. Die mutmaßlichen Täter waren mit einem Messer bewaffnet und forderten von ihrem Opfer 4.000 Euro, berichtete Sicherheitsdirektor Alois Lißl am Sonntag.

Auf der Polizeidienststelle gab der 20-Jährige an, dass ihn zwei Bekannte in ein Auto zerrten und mit ihm nach Freistadt fuhren. Dort zückten sie ein Messer und verlangten, dass der 20-Jährige die Gelder der vorgetäuschten Raubüberfälle von 1. Oktober und 1. Dezember 2010 herausrücken solle. Er habe seinen Entführern erzählt, dass er das Geld versteckt habe. Auf der Fahrt dorthin gelang dem 20-Jährigen am Pleschinger See die Flucht.

Täter ausgeforscht und verhaftet

Einen Tag später forschte die Polizei einen 19-jährigen Arbeitslosen und einen 23-jährigen Schlosser - beide aus dem Bezirk Perg - als Tatverdächtige aus. Während sich einer der Männer geständig zeigte, leugnete der andere die Tat vehement. Die beiden wurden wegen Freiheitsentziehung, versuchter schwerer Erpressung, schweren Raubes sowie Körperverletzung angezeigt und in die Justizanstalt Linz eingeliefert.

Lißl bestätigte am Sonntag, dass seit geraumer Zeit auch ermittelt werde, ob der 20-Jährige die von ihm angezeigten Raubüberfälle nur vorgetäuscht hat. Der 20-Jährige hatte angegeben, am 1. Oktober und am 1. Dezember vergangenen Jahres in St. Georgen an der Gusen überfallen und ausgeraubt worden zu sein. In der Zwischenzeit hat der Mann bei der Post gekündigt. (APA)

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