Washington schickt Botschafter nach Damaskus

16. Jänner 2011, 18:51
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Vorgänger war von Präsident Bush abgezogen worden

Beirut - Erstmals seit 2005 haben die USA wieder einen Botschafter nach Syrien entsandt. Der Diplomat Robert Ford kam am Sonntag in der syrischen Hauptstadt Damaskus an. Zuvor war Ford Botschafter in Algerien. Zwar sind die Beziehungen zwischen den USA und Syrien noch immer angespannt, Beobachter gehen jedoch davon aus, dass Washington durch einen Botschafter in Damaskus bessere Einblicke in die Region erhält.

"Der Austausch von Geheimdienstinformationen stellt die erfolgversprechendsten Überschneidungen in den amerikanisch-syrischen Beziehungen dar", sagt US-Professor und Syrien-Experte Joshua Landis. Der Botschafter in Damaskus solle in Syrien für eine andere Politik gegenüber dem Libanon, Israel und Irak werben, hieß es aus der US-Regierung. Nach Auffassung des US-Außenministeriums ist Syrien ein "Unterstützer des Terrorismus".

Der ehemalige US-Präsident George W. Bush hatte den letzten US-Botschafter 2005 aus Protest gegen die mutmaßliche Verwicklung Syriens in die Ermordung des libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri aus Damaskus abgezogen. (APA/dapd)

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