E-Mails vernichten täglich 40 Minuten Arbeitszeit

16. Jänner 2011, 12:35
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    foto: aboutpixel.de/rainer sturm

    Studie: E-Mails vernichten täglich 40 Minuten Arbeitszeit

Ständige Unterbrechungen lähmen geistigen "Flow" von Mitarbeitern

E-Mail als Kommunikationsmedium des 21. Jahrhunderts erleichtert das moderne Leben zwar, vernichtet pro Bürotag im Durchschnitt jedoch 40 Minuten an wertvoller Arbeitszeit. Einer neuen Befragung des britischen Henley Management College nach vergeuden hochbezahlte Manager im Lauf ihres Berufslebens rund drei wertvolle Jahre damit, elektronische Post zu sichten, Mails weiterzuleiten und nicht zuletzt Spam zu entfernen.

Permanente Ablenkung

E-Mails halten Büroangestellte zunehmend von der Arbeit ab. Denn wie aus einer Befragung von 180 Führungskräften hervorgeht, sieht ein Großteil der Mitarbeiter in der Regel alle fünf Minuten nach, ob neue E-Mails eingegangen sind. Dabei sind Unterbrechungen pures Gift für den geistigen "Flow". Denn laut einer Erhebung der Universität Cardiff brauchen wir für eine fünfsekündige Unterbrechung durch E-Mails im Schnitt jedes Mal 64 Sekunden, um uns wieder auf den davor bearbeiteten Sachverhalt zu konzentrieren.

Alleiniger E-Mail-Kontakt wirkt sich vor allem in Teams negativ aus und führt nicht selten zu einer Verschlechterung zwischenmenschlicher Beziehungen. Denn ähnlich der Situation bei Weiterbildungen außerhalb von Unternehmen bleiben zu erwartende positive Effekte alleinig durch E-Mail-Konversation aus, so Unternehmensberater Bernd Höhne. Auch würden E-Mails in der Gruppe dazu neigen, Diskussionen in die Länge zu ziehen und zuvor getroffene Entscheidungen verwässern.

Für Teams bedingt geeignet

Experten raten bei Projektarbeit im Team vielmehr dazu, persönlich miteinander zu sprechen, um Unproduktivität gar nicht erst aufkommen zu lassen. Dieser Hinweis ist angebracht. Einer Analyse der Rutgers University nach lügen Menschen in E-Mails viel häufiger als auf dem herkömmlichen Weg der Face-to-Face-Kommunikation. In einem Test belogen 92 Prozent der Teilnehmer die Empfänger von E-Mails absichtlich. Zum Vergleich: Von den untersuchten Briefeschreibern sagten nur 64 Prozent nicht die Wahrheit.

Gerade für Teams sind E-Mails nur bedingt geeignet. Wissenschaftliche Untersuchungen sind zu dem Schluss gekommen, dass wir in E-Mails schneller sarkastisch und für das Team unter dem Strich unproduktive Äußerungen tätigen. Konflikte zwischen Teammitgliedern sollten daher unter keinen Umständen via E-Mail ausgetragen werden. Denn in vielen Fällen kommt es zu Missverständnissen und emotionalen Kränkungen, die häufig in Eskalationen enden. Zur Klärung raten Fachleute auch aus zeitsparenden Gründen, lieber miteinander zu sprechen. (pte)

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Posting 1 bis 25 von 65
1 2
Günter Weick-SofTrust Consulting
 
00
19.1.2011, 09:58
Alte Verhaltensmuster sind nicht geeignet

Seit 10 Jahren helfe ich Unternehmen dabei elektronische Kommunikationsmittel optimal zu nutzen. Und in diesen 10 Jahren hat sich gezeigt, dass das E-Mail-Verhalten, das den meisten Menschen aufgrund ihrer Gene und Sozialsiation zunächst als "natürlich" erscheint in der modernen Welt teilweise schadet. Um einen Vergleich zu machen: Der Reflex des Igels sich zusammenzurollen war prima, solange es keine Straßen mit Autos gab.
Im Gegensatz zum Igel können wir uns aber bewußt ändern. Und mit ein paar neuen Regeln wird E-Mail dann superproduktiv.

Zitronenbaum
00
18.1.2011, 07:22
"...sieht ein Großteil der Mitarbeiter in der Regel alle fünf Minuten nach, ob neue E-Mails eingegangen sind."

Bei uns ist Outlook immer offen (und ruft E-Mails automatisch ab) und das aus einem wichtigen Grund:
Wenn man den ganzen Tag durchs Haus stiefeln muss ist es absolut unmöglich IMMER "face to face" mit allen Leuten zu reden, schon allein wenn eine Abteilung über mehrere Stockwerke verstreut sitzt. (Selbst wenn es nicht so wäre, könnte man trotzdem nicht immer mit allen persönlich reden.)

lol @ Artikel

Alex M
00
17.1.2011, 21:48
Aus dem Grund lese ich 3 mal am Tag meine Mails.

Sobald ich im Büro bin, nach der Mittagspause und kurz bevor ich heim gehe.

werwolfi
00
17.1.2011, 20:00

und wieviel zeit vernichten die hiesigen userforen? ;oP

trollvottel
00
17.1.2011, 13:39

Und wieviele Wochen Arbeitszeit spart es täglich, wenn man Emails tippen kann statt "Fräulein Meier, zum Diktat" brüllen zu müssen?

yoghurtinator
 
03
17.1.2011, 11:53
Genau umgekehrt ist es

Bei E-mails kann man den Zeitpunkt selbst bestimmen, wann man sie liest und antwortet, idealerweise, wenn eine Routine abgeschlossen ist und die nächste noch nicht begonnen. Das geht weder bei telefonischem noch bei direktem Kundenkontakt. Zwar kann ich zurückrufen, aber es ist nicht gesagt, dass der andere dann erreichbar ist und nicht selber grade beschäftigt. E-mails hingegen kann ich ebendann in Ruhe lesen, wenn ich Zeit dafür habe. Außerdem merkt sich kein Mensch jedes Detail eines Telefongesprächs, E-mails aber kann man wieder nachlesen. Und E-mails kosten nichts. Kurzum: E-mails sind eigentlich so ziemlich das Beste an elektronischem Datenverkehr überhaupt. Aber man kann natürlich alles krankreden ...

Tommy1971
00
17.1.2011, 21:21
beides ist richtig!

e-mails fressen täglich viel zeit, sie können aber auch viel bringen, weil sie unabhängig von zeit und ort von sender und empfänger machen.

das problem besteht darin, wie man dieses instrument benutzt! wenn man z.B. fixe perioden einplant, in denen man sich außschließlich auf das lesen, ordnen und verfassen von mails konzentriert, dann sind sie ein wichtiges instrument. gleichzeitig darf man sich den rest des tages nicht von ihnen ablenken lassen.

letztlich ist es eine frage der disziplin und das kann man lernen. dass es viele menschen schon können, bezweifle ich aber (ich kann es auch nicht immer).

ein sonderproblem ist die flut an unwichtigen mails, die "cc" kommen um "zu informieren". das kann ausarten.

Morpheus DerStandard
01
17.1.2011, 11:42

Emails? Wir leben im Zeitalter von Facebook, da kann man noch viel mehr als 40 Minuten an Zeit verklicken als mit den aus der Mode gekommen Funstuff Mails.

macindd
04
17.1.2011, 11:28
Und Arbeitszeit vernichtet wertvolle Lebenszeit.

obibiber
00
17.1.2011, 09:58

der homo electronicus ist also sarkastischer als sein vorgänger... spannend!

sternwerk
05
17.1.2011, 09:57
Bei mir vernichten Telefonate

viel mehr den Flow... da kann ich mir nämlich nicht aussuchen, wann ich sie entgegennehme (abrufe)

natoll
15
17.1.2011, 09:35

ziemlicher unfug. immerhin haben mails den vorteil (gegenüber telefonaten) das man sich die bearbeitung selbst einteilen kann und gegenüber gesprächen das man hinterher noch weiß was "gesagt" wurde (ganz abgesehen davon dass so manches persönliche meeting ohnehin nur aus geschwafel besteht)

denn die erinnerungslücken mancher personen bezgl. vereinbarungen sind oftmals erstaunlich.

Essei
12
17.1.2011, 09:18
www.derstandard.at vernichtet täglich 40 Minuten Arbeitszeit

nagehhh
00
17.1.2011, 10:31

und mein Arbeitskollege vernichtet auch täglich ca 40 min meiner Arbeitszeit (manchmal sogar mehr)

Das wichtigste Posting das Sie je lesen werden
00
17.1.2011, 09:11

Komisch, in meinem Fall ist es eher so, dass emails Arbeit schaffen und nicht vernichten.

Und wer schaut aktiv alle 5 min nach, ob emails gekommen sind? Haben die Leute keine popup-Benachrichtigung?

obibiber
00
17.1.2011, 09:58

mit pop up schaun die leute also dann jede minute ;)

Das wichtigste Posting das Sie je lesen werden
00
17.1.2011, 11:11

Wer jede Minute ein oder mehr emails bekommt, tut mir ehrlich leid. Den Job würd ich nicht haben wollen.

DITC101
00
17.1.2011, 08:24

nicht die e-mails selbst sondern das blöde outlook ist schuld daran. die bedienung ist teilweise so letztklassig.

Tommy1971
00
17.1.2011, 21:24
man kann outlook auch schließen, ...

... und nur dann einsteigen, wenn man wirklich etwas damit machen will. das würde ich ohnehin jedem empfehlen. sonst lenken die mails wirklich ab.

dreimal am tag reinschauen muss reichen (früh, mittags, abends). man muss nur den restlichen mitarbeitern die unsitte abgewöhnen, binnen einer stunde eine reaktion auf ein mail zu bekommen.

macindd
00
17.1.2011, 08:06
Kann es sein,

dass E-Mail- und Forenkommunikation da im Hinblick auf den letzten Absatz gewisse Ähnlichkeiten aufweisen?

systemfehler1
14
17.1.2011, 07:07
Unser System vernichtet Menschen.

Früher hat das Lesen der Post, die Ablage und die Bearbeitung dieser mehr als 40 Minuten gekostet.

Vögel......

Georg Hanisch
00
17.1.2011, 06:59
was is eigentlich aus Google Wave geworden?

haben die den code freigegeben nach der Einstellung - entwickelt da noch jemand was weiter?

Wie das große TamTam darum gemacht wurde haben mich die neuen Konzepte schon sehr beeindruckt.

pi = 3
00
17.1.2011, 11:42

soweit ich mich erinnern kann, entwickelt apache da was weiter.

nicht weinen
04
17.1.2011, 06:05
Denn wie aus einer Befragung von 180 Führungskräften hervorgeht, sieht ein Großteil der Mitarbeiter in der Regel alle fünf Minuten nach, ob neue E-Mails eingegangen sind

Wie haben die denn das evaluiert?
Kaffeesud?
Haben Führungskräfte die Zeit zu überprüfen, dass ihre Untergebenen alle 5 Minuten Emails lesen, oder kommt das aus deren schmutziger Fantasie?

derKleine
18
17.1.2011, 03:28
Überschrift

Hochbezahlte Manager nehmen Menschen die wirklich Arbeiten das Geld weg.

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