NPD und DVU feiern rechtsextreme Hochzeit

15. Jänner 2011, 18:42
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Neonazi-Parteien bilden "Volksunion" - Tausende demonstrieren gegen Rechtsextreme

Berlin - Die rechtsextreme NPD hat am Samstag in Berlin die endgültige Fusion mit der ebenfalls rechtsextremen Partei DVU vollzogen. Die Partei trägt nun den Namenszusatz "Die Volksunion".

Proteste in Berlin und Magdeburg

Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in Berlin und Magdeburg gegen Veranstaltungen der rechtsextremen NPD protestiert. In der Hauptstadt demonstrierten Hunderte gegen die in einer Schule stattfindende offizielle NPD-Feier zur Fusion mit der DVU. In die Schulaula hatte sich die NPD durch mehrere Gerichtsinstanzen eingeklagt. In Magdeburg protestierten rund 6000 Menschen gegen einen Aufmarsch von rund 1000 Rechtsextremisten aus Anlass des am Sonntag anstehenden 66. Jahrestages der Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg.

Sitzblockaden verzögerten die Demonstration der Rechtsextremisten. Zwei Polizisten wurden mit Knallkörpern angegriffen und leicht verletzt. Am Abend löste sich die Neonazi-Demonstration auf.

Verwaltungsgerichte hatten in zwei Instanzen entschieden, dass das Land Berlin den Rechtsextremen die Schule aus Gründen der Gleichbehandlung zur Verfügung stellen musste, weil sie auch von anderen Parteien genutzt wird. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) bezeichnete dies als unerträglich und forderte ein neues Verbotsverfahren gegen die NPD. (APA/dapd)

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    DVU und NPD bilden "Die Volksunion"

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    Von rechts nach ganz rechts: Holger Apfel, NPD, Matthias Faust, DVU-Vorsitzender, Udo Pastörs, NPD und Udo Voigt, NPD-Chef

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