Ölpreis tendiert etwas höher

19. Jänner 2011, 14:18
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Goldpreis profitiert von schwachem US-Dollar

Wien - Der Ölpreis hat am frühen Mittwochnachmittag etwas fester gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Februar 91,99 Dollar und damit 0,67 Prozent mehr als am Dienstag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 98,46 Dollar gehandelt.

Im Blickpunkt standen die aktuellen Prognosen für die weltweite Ölnachfrage der Internationalen Energieagentur (IEA). Diese hat ihre Schätzungen nach oben revidiert und erwartet nun für 2011 einen Anstieg der Nachfrage um 1,4 Mio. Barrel pro Tag. Im Vorjahr war die Nachfrage um 2,7 Mio. Barrel pro Tag angewachsen.

Darüber hinaus schätzt die IEA, dass im laufenden Jahr der durchschnittliche Bedarf an OPEC-Öl die momentane Produktion um 300.000 Barrel pro Tag übertreffen wird. Die Energieagentur fordert daher eine Ausweitung des Angebots. Die OPEC erwartet hingegen für 2011 ein geringeres Nachfragewachstum. Daher ist es unwahrscheinlich, dass die OPEC den Forderungen der IEA nachkommen wird, schätzen die Commerzbank-Experten in einem aktuellen Rohstoff-Kommentar.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.373,75 Dollar und damit höher zum Dienstags-Vormittags-Fixing von 1.368,75 Dollar. Der schwache US-Dollar sei für den Preisanstieg verantwortlich, so die Analysten der Commerzbank.

Auch der Silberpreis zog kräftig an und zeigte sich damit überraschend unbeeindruckt von den starken Abflüssen aus den börsennotierten Silberfonds (ETF). Der iShares Silver Trust, der weltweit größte Silber-ETF, musste mit 140 Tonnen den größten Rückgang seit Ende November verbuchen. Gefragt seien außerdem die Edelmetalle Platin und Palladium.

In der Früh stieg Platin auf ein Rekordhoch und Palladium erreichte den höchsten Stand seit März 2001. Vor allem China treibe laut den Analysten der Commerzbank die Nachfrage in die Höhe und sei dadurch verantwortlich für die massiven Preisanstiege.

Darüber hinaus würden der schwache Dollar und die festen asiatischen Märkte die Preise für Industriemetalle stark ankurbeln. Kupfer erreichte am heutigen Handelstag ein neues Rekordhoch von 9.800 US-Dollar je Tonne, so die Commerzbank-Experten. (APA)

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