Wirtschaftsmotor Auto

14. Jänner 2011, 16:54
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    foto: sebring

    Österreichs Automobil-Zulieferer werden umdenken müssen, wollen sie die nächste Krise überstehen.

Die Slowakei wurde, gemessen an der Einwohnerzahl, zum größten Autoproduzenten der Welt. Doch der nächste Crash kommt bestimmt

Die Herstellung von Automobilen war jahrzehntelang ein Garant für das Florieren der Wirtschaft, oft in einem ganzen Land. Die verlässlichen Nachfragesteigerungen und das enorme Kapitalvolumen machten das Automobil zum wirtschaftlichen Jolly, der immer stach. Das Fatale dran: Das gilt auch heute noch, da längst klar ist, dass in der grenzenlosen Vermehrung der Automobile nicht das Heil der Welt liegen kann. So hat es die Slowakei in wenigen Jahren geschafft, durch Steuerzuckerln, von denen viele Hersteller angelockt wurden, zum größten Autoproduzenten der Welt zu werden, gemessen an der Einwohnerzahl. Zumindest die kommenden zehn Jahre dürfte der positive wirtschaftliche Effekt durchaus noch anhalten.

Auch Deutschlands Wirtschaft zeigt eine hervorragende Leistungsfähigkeit dank der Autoindustrie, die dort so bedeutend ist wie nirgends sonst auf der Welt. Es arbeiten nicht nur doppelt so viele Leute pro Einwohner am Auto gegenüber den USA, dort befindet sich auch sehr viel Know-how zum Thema.

Aber die nächste Krise kommt bestimmt, und zwar ganz dick, denn sie wird sich durch keine Verschrottungsprämie mehr abfedern lassen. Jenseits aller berechtigten Umweltbedenken: Europas Automärkte sind gesättigt, das Interesse der Jungen am Automobil, das immer eine wichtige Triebfeder für dessen Erfolg war, sinkt rapide, und das Wichtigste: Die Länder, in die derzeit am erfolgreichsten Autos exportiert werden, haben längst selbst das Auto als Wirtschaftsmotor entdeckt.

Österreich ist natürlich auch verwundbar, aber nicht ganz so schlimm. Hier werden nur wenige ganze Autos gebaut, und die Zulieferindustrie kann sich auch auf andere Branchen konzentrieren, wenn sie rechtzeitig daran denkt. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/14.1.2011)

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In god we trust.
00
"das Interesse der Jungen am Automobil(...)sinkt rapide"

Quod esset demonstrandum.
Halte diese Aussage für schlicht unwahr; sie trifft vielleicht auf Motorräder zu (da ist's erwiesen), aber was PKWs betrifft, ist der Trend wohl genau gegenläufig.

tablespace65
01
15.1.2011, 23:40
"...das Interesse der Jungen am Automobil, das immer eine wichtige Triebfeder für dessen Erfolg war, sinkt rapide..."???

Das gilt, wenn überhaupt, maximal für ein paar Prozent unter den Jugendlichen! Selbst unter den eher "Aufgeschlossenen" und an ökologischen Problemen und deren Lösung interessierten Menschen ist es nach wie vor so, dass ein Großteil nicht auf ein eigenes Kfz verzichtet.

Ein Umdenken bzgl. des MIV wird/kann sicherlich nicht über die Schiene der "Bewusstseinsbildung" und der Vernunft funktionieren, sondern nur über entsprechende Vorschriften (= Strafen) und entsprechend hohe Kosten (Treibstoff, Parkgebühren, Steuern, Maut).

Die unbestritten richtige und wichtige Erkenntnis, "dass in der grenzenlosen Vermehrung der Automobile nicht das Heil der Welt liegen kann", wird bedauerlicherweise bis auf Weiteres keinerlei konkrete Auswirkungen haben.

flonks
01
15.1.2011, 14:34

So kann man es natürlich auch sehen. Das Auto als Wirtschaftsmotor.

Eine andere Sicht der Dinge wäre : ein Grossteil unserer Produktivität und unserer Arbeit geht (leider!) in die Automobilproduktion. Was könnten wir uns wohl alles leisten, wenn wir weniger Arbeit in Autos stecken würden? Sei es weil wir weniger davon produzieren, sei es weil wir sie kleiner und billiger machen, und sie mit weniger Elektronik vollstopfen.

Regenlampe
00
15.1.2011, 12:55

Wieso sinkt das interesse der Jungen.
Wenn man nicht gerade in Wien oder Graz ist hat eh fast jeder ein Auto. Da kann man nicht von fehlendem Interesse sprechen.
Jeder will unabhaengig und mobil sein. Das ist nun mal so. und wenn man nicht in einer Großstadt lebt, kann man nur schwer ohne Auto auskommen.

Guy Montag
00
14.1.2011, 20:36
die zulieferbranche kann sich auch auf andere branchen konzentrieren

welche wären das bitte herr skarizsc?

die jungen haben nicht mehr die kaufkraft, da ihnen die hacklergeregelten pensionisten die haare vom kopf fressen.

*esofan*
30
14.1.2011, 17:48

autos jener die im sommer sinnlos und rücksichtslos herumgurken gehören ausnahmslos verschrottet!!

tablespace65
00
15.1.2011, 23:36
Un dwer definiert, was man unter "sinnlos und rücksichtslos Herumgurken" zu verstehen hat?

Parkschwein
10
15.1.2011, 18:50

wart ich fahr gschwind ne runde, mach das verdeck runter und lach dich herzlich aus.

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