Frist für bindende Offerte für Telekom Srbija bis 31. März verlängert

14. Jänner 2011, 15:06
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Privatisierungsunterlagen wurden von sechs Unternehmen erworben

Die Frist für die Zustellung von bindenden Offerten für die Telekom Srbija ist vom 21. Februar auf den 31. März verlängert worden. Der Pressesprecher des serbischen Finanzministeriums Goran Ciric sagte am Freitag auf eine Anfrage der APA, durch die Versteigerung, sollte es mehrere Offerte geben, die daraufhin in sieben bis 15 Tagen stattfinden könnte. Zum Verkauf steht ein 51-prozentiger Anteil, die Regierung hat den Mindestpreis auf 1,4 Mrd. Euro angesetzt.

Telekom Austria

Die Privatisierungsunterlagen wurden von sechs Unternehmen, darunter der Telekom Austria, erworben. Weitere Firmen, die sich um die serbische Telekom interessieren, sind die Deutsche Telekom, France Telecom, die mexikanische America Movil, die ägyptische Weather Investments sowie die türkische Turkcell. Um das serbische Fest- und Mobilfunknetz soll sich auch die russische VimpelCom interessieren.

Der Staat hält 80 Prozent an der Telekom Srbija, weitere 20 Prozent befinden sich im Besitz der griechischen OTE. Die serbischen Behörden haben in den letzten Wochen mit den Griechen über den Verkauf von deren Anteils verhandelt. Ob sich die OTE, an der die Deutsche Telekom 30 Prozent hält, auch für den Verkauf ihres Anteils entscheiden wird, ist derzeit nicht bekannt.

Mobi63

Bei mehreren Offerten wird der Käufer bei einer Versteigerung bestimmt, wie dies im Sommer 2006 bereits mit dem Mobilfunknetz Mobi63 der Fall war. Der Mobilfunkbetreiber, an welchem damals auch die Telekom-Tochter Mobilkom interessiert war, ging zum Preis von 1,5 Mrd. Euro an die norwegische Telenor. Die Österreicher erwarben wenige Monate später die dritte Mobilfunklizenz, Vip mobile, zum Preis von 320 Mio. Euro.

2009 erzielte Telekom Srbija mit 9.600 Mitarbeitern einen Gewinn von 150 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen dank der Monopolstellung 3,2 Millionen Festnetzanschlüsse. Am Mobilfunkmarkt Serbiens hält das staatliche Unternehmen mit 5,9 Millionen Mobilfunkkunden 60 Prozent. Seit 2007 ist die Telekom Srbija mit 65 Prozent an der bosnischen Telekom Srpske beteiligt. In Montenegro erhielt das Unternehmen ebenfalls eine Mobilfunk- und Festnetzlizenz. (APA)

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