Bestattung Wien

Krematorium soll Unternehmenszentrale beheizen

14. Jänner 2011, 15:10
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    foto: apa/delugan meiss

    Zukünftig soll durch die Verbrennungswärme des Krematoriums die neue Unternehmenszentrale der Wiener Bestattung beheizt werden.

Restenergie wird ins interne Heizsystem eingespeist - "Pietät an oberster Stelle"

Die Bestattung Wien will - zumindest auf den ersten Blick - mit ungewöhnlichen Methoden ihre neue Unternehmenszentrale am Zentralfriedhof warm halten. Künftig soll das dort befindliche Krematorium den Neubau, der 2012 fertig sein wird, beheizen. Sprecher Jürgen Sild bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichte. Dass die künftige Zentrale mit Leichen beheizt werde, könne man so aber nicht sagen, betonte er.

"Um einen Menschen zu kremieren, muss man sehr viel Energie aufwenden", erklärte der Sprecher. Immerhin müsse im Ofen dafür eine Temperatur von mehr als 800 Grad erzeugt werden. Im Zuge der Verbrennung bleibe Restenergie, die man aus Gründen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes bestmöglich nutzen wolle. Allerdings müsse der neue Unternehmenssitz, der gegenüber von Tor 2 und damit direkt neben dem Krematorium entstehen wird, zusätzlich mit Gas geheizt werden.

"Pietät an oberster Stelle"

"Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, da Pietät bei uns natürlich an oberster Stelle steht", versicherte Sild. Die Methode sei international durchaus üblich, verwies er auf Vorbilder etwa in Deutschland. Der mit dem Neubau der Zentrale beauftragte Architekt sei mit diesen Plänen an die Bestattung Wien herangetreten, eine Umsetzung sei derzeit "noch nicht in Stein gemeißelt", jedoch angedacht.

Dass das Krematorium an das Fernwärmenetz angeschlossen werde, wie in einzelnen Berichten zu lesen war, stimme nicht. Vielmehr verlaufe dort überhaupt keine Fernwärmeleitung. Die Bestattung Wien kremiert im Jahr zwischen 5.500 und 6.000 Verstorbene. Dabei handle es sich nicht nur um Wiener, sondern auch um Tote aus angrenzenden Bundesländern, so Sild. Schließlich gebe es in Österreich nicht allzu viele Krematorien. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 99
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Wurzelloser Kosmopolit
00
10.2.2011, 07:44

Nachdem österreichische Hersteller laut Wikileaks ja auch die Taliban mit neuen Waffen versorgen, kann man sich, natürlich streng das Neutralitätsgebot beachtend, auch nicht so einem Ansuchen der USA verweigern.

Gobi Todic
00
25.1.2011, 08:23
Besser als einsumpfen

Gemütlichkeit ist Menschenrecht
11
17.1.2011, 09:41
Bei manchen Zeitgenossen

Kann die kriminelle Energie, die manchen (auch lebenden) Zeitgenossen nachgesagt wird, speziell verwertet werden ?

Emil Sacklinger
 
01
17.1.2011, 09:47

... leider erst am "ende des (kriminellen) tages".

(gut ding braucht manchmal weile)

Emil Sacklinger
 
01
17.1.2011, 09:17
dem charme pietätvoller einspeisung von restenergie

wird wohl jede vernunftbegabte leiche erliegen.

(schon in hinblick auf spätere generationen)

catnip for christmas
00
16.1.2011, 13:03

Reichts nicht, kann man ja noch ein paar Kronenzeitungen und Gratisblätter nachschieben.

HomerJ
00
16.1.2011, 12:07

passend dazu dr. kurt ostbahn: http://www.youtube.com/watch?v=apwjpMpujGY
bzw. als alternative: www.bestattungsagentur.de

konski
10
16.1.2011, 11:50
pietät ist sowieso überbewertet.

... denn auf den gräbern sind sie vergebens." sagte meine oma immer und sie war keine floristin.

Gemütlichkeit ist Menschenrecht
00
17.1.2011, 09:53

Ich will trotzdem - nachdem Ihr ja so beneidenswert lockeren Zugang zu Pietät habt - nicht annehmen, daß Ihr die Oma zu Streumittel und Seife verarbeitet habt.

Adolf Enzinger
10
16.1.2011, 11:28
PISA

Eine Leiche besteht zu 3/4 aus Wasser, sie wird nicht verbrannt, sie wird verdampft.

Hackbrett Schorsch
00
17.1.2011, 00:00

Naja, garen ist dann doch zu wenig, um Asche zu erhalten.

Peterk K
10
16.1.2011, 11:27
"nicht leicht gefallen, weil Pietät an erster Stelle". Wäre es wirklich so, dann wäre die Entscheidung anders gefallen

so ist Pietät verbal an erster Stelle und de facto höchstens an zweiter Stelle.

Das einzige Argument dafür ist der Einsatz von Brennstoffen, der zweitgenutzt wird und hoffentlich die Kremierung deshalb auch billiger macht (!), um nicht auf Kosten der Hinterbliebenen, sich ein ganzes Gebäude beheizen zu lassen.

Reisebegleiterin
01
16.1.2011, 11:23

jetzt brauchen wir die asche nur noch sinnvoll verwenden: als phosphatdünger.
na ehrlich, es gäbe sicher genug die lieber düngemittel statt "sondermüll" werden wollen.

Emil Sacklinger
 
01
17.1.2011, 09:21

... oder als umweltfreundliches streumittel bei glatteis.

(da könnte eine menge streusalz eingespart werden)

Gemütlichkeit ist Menschenrecht
00
17.1.2011, 09:44
Wiedergutmachung

Manche haben ja schon zu Lebzeiten einige ausrutschen lassen. Da können sie nach dem Ableben mit ihrer Asche einiges gut machen.

int64
02
16.1.2011, 10:53
Also ich persönlich...

... bin mit dem Gedanken, wollige Wärme anstatt Würmerfutter und Humus zu sein, völlig einverstanden.

Nix7
 
02
16.1.2011, 09:08
Was sagt doch der Pfarrer so eindrucksvoll!

"Asche zu Asche, Staub zu Staub" und wirft ein Schäufelchen Erde ins frische Grab!"

Warum nicht ergänzen mit: "Verbrauchte Energie zurück zu Energie!
........

amPunkt
01
16.1.2011, 08:50
Niemand muss sich verbrennen lassen!

Von Würmern im Zentralfriedhof gefressen zu werden ist sicher pietätvoller, als die Leich thermisch zu verwerten?

Wenn man bedenkt, wie wichtig viele Leute den Angehörigen erst nach dessen Tod werden, ist dieser Begräbniskult völlig übertrieben.

So richtig viele Blumen bekommt man erst wenn man tot ist. Sogar von Leuten, mit denen man kein oder kein gutes Verhältnis gehabt hat.

Warum soll man die Abwärme nicht nutzen - welche Pietät soll da verletzt werden. Welche, liebe Poster?

La Vida pura
03
16.1.2011, 16:19
Von Verwerten der Leiche kann ja keine Rede sein.

Im Gegenteil, um den Körper ganz einzuäschern, muss eine Unmenge Energie zugesetzt werden. Diese Energie (nicht der Brennwert der Leiche, der ein Minuswert ist) würde halt doppelt genutzt.

Peter W1
 
102
16.1.2011, 05:57

Also dann konsequent bleiben und die Asche gleich fürs Blumenbeet beim Eingang vom Zentralfriedhof verwenden ;) .

So einen pietätlosen Unfug wie im Artikel überhaupt anzudenken geht weit über das Fassungsvermögen eines gesunden menschlichen Geistes hinaus.

belgma
 
00
16.1.2011, 14:57

wenn wir da endlich konsequent wären, bräuchten wir gar keinen zentralfriedhof!

amPunkt
11
16.1.2011, 08:56
Was davon fasst Ihr gesunder menschlicher Geist nicht?

Was hat das mit Pietät zu tun - man ist tot und aus!

Die Seele hat sich ja ohnehin schon vorher vom Leib getrennt - oder? Wozu dann die Leich nicht thermisch verwerten - welches Problem hat die Seele damit im Fegefeuer, im Himmel oder in der Hölle?

In den Seelen der Würmer im Zentralfriedhof werden sie doch nicht weiterleben wollen? Und dabei Grundwasser verseuchen!

Elef
10
16.1.2011, 12:06

Ich finde die Einäscherung eines Toten sollte nur zum Zweck des Bestattungsrituals stattfinden, und nicht Nebenprodukt eines Heizofens sein. Soviel Energie haben wir dann auch noch, um jedem Menschen einen respektvollen Abgang zu ermöglichen.

amPunkt
00
17.1.2011, 06:05
Und warum sollte man die Energie nicht nutzen?

Warum bitte?

Träume sind Schäume..
01
16.1.2011, 01:17
Was pasier eigentlich mit dem Fett das aus den Leichen rinnt?

Moment ich will's lieber nicht wissen....

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