U1-Ausbau nach Rothneusiedl dürfte sich verzögern

14. Jänner 2011, 14:02
  • Die geplante U1-Verlängerung wird voraussichtlich nicht 2015 fertiggestellt sein.
    foto: derstandard.at/gedlicka

    Die geplante U1-Verlängerung wird voraussichtlich nicht 2015 fertiggestellt sein.

Finanzstadträtin Renate Brauner: Projekt "nicht absolute Priorität" - Tickets könnten teurer werden

Der projektierte Ausbau der Wiener U-Bahnlinie U1 nach Rothneusiedl in Favoriten wird aller Voraussicht nicht planmäßig stattfinden. Das Vorhaben habe "nicht absolute Priorität", sagte Finanzstadträtin Renate Brauner in einer Pressekonferenz am Freitag. Das bedeute aber nicht, dass die Verlängerung gar nicht komme, betonte die Ressortchefin. Ursprünglich sollte die U1-Trasse nach Süden im Jahr 2015 in Betrieb gehen.

Zuletzt war medial kolportiert worden, dass die Verlängerung der roten U-Bahnlinie nach Rothneusiedl auf Eis gelegt worden sei und die Züge vorerst stattdessen nur bis zur Per-Albin-Hansson-Siedlung fahren sollen. Das wollte Brauner heute nicht dezidiert bestätigen - jedoch: Die Geschwindigkeit der Projektrealisierung hänge davon ab, wann die Stadt die - von der Verlängerung betroffenen - Grundstücke "zu einem vernünftigen Preis" erwerben könne. Sprich: Eine Verzögerung des Streckenbaus bis Rothneusiedl ist durchaus denkbar.

Tickets könnten teurer werden

In puncto neuer Ticketpreise - ein entsprechendes rot-grünes Reformpapier soll bis zum Sommer vorliegen - räumte die Finanzstadträtin ein, dass man es derzeit mit einer "unübersichtlichen Struktur" zu tun habe. Hinsichtlich der künftigen Tarifgestaltung, wollte Brauner Ergebnissen der Arbeitsgruppe nicht vorgreifen. Dass die Öffi-Nutzung für bestimmte Fahrgastgruppen auch teurer werden könnte, schloss sie auf Nachfrage jedenfalls nicht aus. "Das jetzige Tarifmodell ist sehr erfolgreich", man müsse in Sachen Änderungen behutsam vorgehen, ergänzte Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Insgesamt übten sich die Verkehrsbetriebe heute in Superlativen. 2010 sei ein "Jahr der Rekorde" gewesen, hieß es. So habe man im vergangenen Jahr mit 355.838 bisher die meisten Jahreskarten verkauft. Außerdem rechnen die Wiener Linien mit einem Fahrgastrekord, wobei die genauen Zahlen erst Ende Februar vorliegen. Steinbauer geht jedoch von einer Steigerung um bis zu drei Prozent im Vergleich zu 2009 aus, wo knapp 812 Millionen Passagiere mit den Öffis unterwegs waren.

477 Millionen Euro Investitionen

Heuer wollen die Wiener Linien insgesamt 477 Millionen Euro investieren, 282 Millionen davon in den U-Bahn-Neubau. Außerdem wird die Fuhrparkerneuerung fortgesetzt, wonach 2011 fünf neue U-Bahnzüge, 20 Niederflurstraßenbahnen und 30 Busse angeschafft werden sollen. Außerdem wird der Baubeginn der 4,6 Kilometer langen neuen Strecke für den 26er in Angriff genommen, der ab 2013 Floridsdorf (U6), den Kagraner Platz (U1) und die Hausfeldstraße (U2) verbindet. Außerdem zeigen sich die Verkehrsbetriebe ab heuer polyglott: Im Lauf des Jahres sollen Durchsagen im Stationsbereich - etwa Hinweise auf Betriebsstörungen - zweisprachig ertönen. (APA)

 

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Wann wird einmal eine U-Bahn in den 18. und 19. Bezirk gebaut?

Auch der 9. Bezirk am Weg dorthin würde profitieren. Ach soooo, der Soziclub in Wien baut ja nur für die Arbeiter, nicht für die SchickiMicki in Grinzing. Seit 40 Jahren eine Schweinerei.

Die Sozis san sicher nicht dagegen ...

wer am meisten Widerstand leistet ist der SchickiMicki Club der nicht mal Radwege im Nobelbezirk ausstehn kann.

wozu- dort fahren eh alle mit dem Auto!

Na Gott sei Dank fährt bei mir noch die Bim!
Ist doch schön, wenn man was von der Welt sieht anstatt im Tunnel zu fahren!
Und abgesehen davon, dass es die U4 und die U6 gibt die in den 9. und 19. , letztere sogar in den 18. fahren ist man Dank Schnellbahnlinie S 45 sogar sehr schnell bei U3, U4 und U6, S-Bahnstammstrecke, Westbahn und Franz-Josefs-Bahn - SELBST WENN MAN NICHT in der Nähe vom Gürtel oder von Heiligenstaddt wohnt!
Dank Intervallkürzung vder S-Bahn on 15 auf 10 Minuten darf man sich da eigentlich wirklich nicht mehr beschweren! Und die Netzdichte mit Straßenbahn und Bus passt genauso, wie deren Intervalle! Und dass der Leopoldsberg, Kahlnberg und Cobenzl per U-Bahn erschlossen werden müssen werden's niemandem erzählen können!

Döbling hat 2 U-Bahn Linien.

U4 und U6. Das sollte reichen für 68.000 Einwohner.
Und die 47.000 Währinger sollten froh sein, dass sie noch mit Straßenbahnen versorgt werden, die überall im Rest von Wien abgebaut werden. Da reichen die Vorortelinie und die U6 vollkommen.

Von den 68.000 Einwohner 50-60.000 sind Autofahrer der Mittel- bis Luxusklasse auch das Benzin ist allen anschein nach besser (im Durchschnitt 10% teuerer als im 21.) ...daher kein Bedarf an Öffis

Das war im Fall vom 19. Bezirk im Jahr 1898 mit der Eröffnung der (damaligen) Stadtbahn der Fall. Beim 18. im Prinzip auch, die Vorortelinie ist ja auch nichts anderes als eine U-Bahn mit bedarfsgerechten Intervallen.

Für die paar Hanseln, die in diesen Bezirken leben zahlt sich die Investition nicht aus.

Man sollte sich mal Niederösterreich vornehmen

U3 bis Fischamend, U1 von Mistelbach bis Wr. Neustadt. Das wäre öffentlicher Verkehr. Wieso schafft es Wien nicht den Flughafen an die U-Bahn anzubinden??

Sie meinen mit "man" vermutlich eher Michael Häupl, als Erwin Pröll, überlegen Sie sich das vielleicht noch ein bisserl! ;-)

Wieviele Stationen sind das bis Mistelbach? Da fahren Sie doppelt und dreifach so lange als die S-Bahn. Die Ubahn ist nicht darauf ausgelegt weite Strecken miteinander zu verbinden. Viel zu viele Zwischenstationen mit zu wenigen Einwohnern und die Ubahn ist einfach nicht so schnell wie die S-Bahn.

Die Forderungen

sind nicht neu, üblicherweise werden sie von Wiener ÖVP Funktionären nach Genuss von ca 10 Dopplern formuliert.

ihre "neuen" Vorschläge sind seit Jahrzehnten Realität.
Die Verbindungen heißen halt S-Bahn statt U-Bahn. Einen 4min-Takt wirds dort aber mangels Fahrgastpotential nicht spielen.

die schnellbahn und die cat-schnellverbindung fahren zum flughafen

flughafen ist gut angebunden. wenn niederösterreich öffentlichen verkehr will, dann sollen sie endlich mal in die schiene investieren, derzeit fließt viel zu viel in die straße. niederösterr. ist konservativ und es gibt vieles nicht was die menschen brauchen: das fängt beim ganztägigen kindergarten in allen gemeinden an und setzt sich beim nicht vorhandenen öffentl. verkehr fort. wien ist nicht für alle probleme niederösterreis zuständig und zahlt jetzt schon kräftig für die anbindung der umliegenden gemeinden, während sich pröll zurücklehnt.

immer das gleiche mit dem flughafen. ist das nicht scheißegal ob man am flughafen in die s-bahn oder die u-bahn einsteigt?

ich fahr immer mit der schnellbahn zum flughafen

kosten 3 euro und geht schnell vom praterstern zum flugh.

Weil die Schnellbahn Schrott ist

Die Züge sind viel zu schwer für die kurzen Stationsabstände. Neben der Energieverschwendung auch eine Zeitverschwendung da durch die geringe Beschleunigung die Fahrzeiten viel zu lang werden

wenn man mit einer U-Bahn mit 80km/h Höchstgeschwindigkeit nach Fischamend, Wr. Neustadt oder Mistelbach fahren muss, statt wie bisher mit 120-140 km/h wirds kaum schneller werden.

Ein 4020er wiegt 127t (ca. 1.8t pro Meter), ein 4024 116t (1.65t/m)
Die Ux-Langzüge wiegen je nach Baureihe 157.8 bis 168.6t (1.4-1.5t/m) und ein V-Zug 162.6t (1.4t/m).

Ein Unterschied von ~10-20% ist jetzt auch nicht so dramatisch.

Was de Beschleunigung betrifft: die 4024 sind deutlich besser motorisiert also ein V-Zug (3040kW vs. 2560kW), haben aber aufgrund der größeren Höchstgeschwindigkeit (140 gegenüber 80km/h) eine andere Getriebeübersetzung.

Außerdem wo wollen's denn am Weg zum Flughafen so oft stehenbleiben? Erstens gibts dort kaum genug Einzugsgebiet, zweitens dauert die Fahrt dann erst wieder ewig.

Ganz abgesehen davon dass das Fahrgastaufkommen am Flughafen schlicht nicht ausreicht um damit eine U-Bahn auslasten zu können.

Ich kann Ihnen sagen wo ich nicht stehen bleiben will

nämlich am Zentralfriedhof nach 22 Uhr - auf dem Weg zum Flughafen :-)

...also wenn unter der rot-GRÜNEN stadtregierung wirklich die öffi-tickets teurer werden, dann geschieht den herrschaften der strache-erfolg bei den nächstgen wahlen wirklich recht! allen ein 100€-jahresticket versprechen und dann die preise erhöhen...

aja - und ein HC würds natürlich ganz, ganz anders und viiiiel besser machen,...

außer, dass er einige (volks)gruppen gratis in einen zug stecken würde, würde er garantiert nichts anders machen - im gegenteil - viel schlechter...

mal schauen ob strache auch seien wahlversprechen bricht....

Der Nick trifft's

Wahlversprechen können niemals zu 100% erfüllt werden, wenn die versprechende Partei nicht die Absolute hat. Ein wenig mitdenken sollte man schon.

Und das nächste Problem ist, dass Vasillakou zwar Verkehrsstadträtin ist, die Wiener Linien - und damit der Großteil des innerstädtischen öffentlichen Verkehrs - aber eben im Bereich des Finanzressorts liegen.
Klingt seltsam - ist es auch.

Und den Rest des ÖV machen die ÖBB, bei denen die Wiener Stadtregierung sowieso nichts zu melden hat.

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