In Marburg soll das Podest gestürmt werden

14. Jänner 2011, 13:41
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Wetterprobleme in Maribor - Zettel nach Vorjahres-Double mit besten Erinnerungen - Worley um vierten Sieg in Folge

Wien/Marburg - Mit Riesentorlauf (Samstag) und Slalom (Sonntag) auf dem Bachern in Maribor geht für die Alpinski-Damen der WM-Countdown am kommenden Wochenende weiter. Österreichs Damenteam kämpft dabei wieder einmal um den ersten RTL-Podestplatz im WM-Winter. Zwei vierte Plätze von Elisabeth Görgl waren in den bisherigen vier Rennen die beste Ausbeute, dementsprechend offen ist auch noch die WM-Aufstellung. Nach dem Slowenien-Rennen steht aber vor den Garmisch-Titelkämpfen nur noch ein Riesentorlauf am 4. Februar in Zwiesel auf dem Programm.

Neben der beim Flachau-Nachtslalom am vergangenen Dienstag pausierenden Görgl ist in der ÖSV-Truppe vor allem mit Kathrin Zettel zu rechnen. Die Vierte vom Slalom-Spektakel im Pongau kommt im Torlauf immer besser in Schwung, will das nun auch bei den weiteren Schwüngen zeigen. "Wir haben mit der Skifirma (Anm.: Atomic) einen Schritt dazugemacht", verriet die 24-Jährige der APA - Austria Presse Agentur. "Ich hoffe, dass wir das auch zeigen können. Wir glauben, was Gutes gefunden zu haben."

"Sehr gute Erinnerungen an Marburg"

Marburg wäre trotz der Warmwetterprobleme der perfekte Ort für Zettels "Erfolgs-Comeback". Obwohl sie schon im Vorjahr starke gesundheitliche Probleme hatte, verließ sie damals Slowenien als Doppelsiegerin, nachdem sie nicht nur den RTL, sondern erstmals auch einen Weltcupslalom gewonnen hatte. "Kathrin ist wieder im Aufwärts-Trend und hat sehr gute Erinnerungen an Marburg", hoffte auch Technik-Coach Günther Obkircher darauf, dass sich die Göstlingerin trotz der anhaltenden Beschwerden ganz oben durchsetzt.

Hat die Niederösterreicherin in dieser Disziplin in diesem Winter bei drei Starts immerhin schon einen siebenten und achten Platz stehen, kann Nicole Hosp nur auf Rang sieben Ende November in Aspen verweisen. "Dort habe ich das Super-Training gut umgesetzt, sonst aber noch nicht", erkläre die Tirolerin. "Für mich ist der Riesentorlauf einfach wichtig und dass ich da Anschluss finde."

Die 27-Jährige verzichtete daher vergangene Woche in Zauchensee auf das Abfahrtstraining, absolvierte stattdessen Super-G- und Riesentorlauf-Einheiten. Im Super-G hat sich das mit Rang fünf vergangenen Sonntag im Pongau bereits ausgezahlt, für Obkircher ein wichtiger Schritt. "Es ist klar, dass sie daraus Selbstvertrauen mitnimmt und dadurch mit mehr Schwung und Sicherheit fährt."

Der Coach sieht das Rennen um die ÖSV-WM-Plätze, für die sich im RTL derzeit neben Görgl und Zettel noch Andrea Fischbacher und Hosp aufdrängen, ziemlich offen. "Gerade im Riesentorlauf geht es darum, wer die 'big points', ein Top-Resultat, macht. Da ist noch einiges möglich. In den zwei Rennen können sich noch einige aufdrängen." Selbst Marlies Schild, vierfache Saisonsiegerin im Slalom, ist daher noch nicht abzuschreiben. ÖSV-Damencheftrainer Herbert Mandl ist von ihr überzeugt: "Ich glaube, dass sie ziemlich vorne landen wird."

Favoritin Tessa Worley

Favoritin auf den RTL-Sieg in Marburg ist die Französin Tessa Worley, Gewinnerin der vergangenen drei Riesentorläufe. Nur beim Saison-Auftakt in Sölden hatte sich die deutsche Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg durchgesetzt. Allerdings werden die Bedingungen in Slowenien aufgrund der warmen Temperaturen andere als im bisherigen Saisonverlauf sein, die Piste musste mit chemischer Hilfe aufbereitet werden. Auch für das Wochenende ist schönes, aber warmes Wetter mit Temperaturen bis zu zehn Grad plus angekündigt, links und rechts der Strecke ist es braun und grün.

Die Hangbefahrung fiel daher am Freitag in Maribor aus, Österreichs Damen trainierten wie schon vor Flachau in Dienten auf einem ebenfalls rennmäßig behandelten Hang. Während Görgl dort wegen einer Kniebehandlung fehlte, versuchte Slalom-Königin Schild auf "ihrem" Hang die Enttäuschung von Flachau zu vergessen. "Sie hatte dort schlicht einen schlechten Tag. Ich hoffe, sie steckt das so weg wie den Ausfall in Aspen", ist Obkircher zuversichtlich, dass Schild vor allem am Sonntag wieder voll da ist. (APA)

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