Peiniger beantragt Insolvenz

14. Jänner 2011, 13:06
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Überschuldung laut Kreditschützern rund 0,9 Mio. Euro - 33 Dienstnehmer und rund 120 Gläubiger betroffen

Graz - Die Oberflächenschutz Peiniger GmbH hat am Freitag beim Handelsgericht Graz Insolvenz angemeldet, wie die Kreditschutzverbände AKV und KSV mitteilten. Von der Insolvenz betroffen sind 33 Dienstnehmer und rund 120 Gläubiger. Die Überschuldung beläuft sich auf rund 0,9 Mio. Euro. Ob das in Gratkorn nördlich von Graz ansässige Unternehmen über einen Sanierungsplan gerettet werden kann, lasse sich derzeit noch nicht abschätzen, hieß es.

Die Passiva belaufen sich auf rund 2,8 Mio. Euro, die Aktiva auf rund 1,9 Mio. Euro. Das Unternehmen sei nicht geschlossen, jedoch zahlungsunfähig, so die Kreditschützer. Die Firma war 1988 zunächst als Tochtergesellschaft der Peiniger International GmbH mit Sitz im deutschen Essen gegründet worden, 2001 wurde es mittels Management Buy Out vom Geschäftsführer übernommen. War man ursprünglich ausschließlich als Beschichtungsunternehmen am Markt tätig, wurden in der Folge die Tätigkeitsbereiche ausgeweitet, auf Maler- und Anstreicherarbeiten, Industriebodenbeschichtung, Maschinenreinigung, Brandschutz oder Markierungsarbeiten.

Nach eigenen Angaben war man stets in der Gewinnzone gewesen, doch hätten die erfolglose Eröffnung von Filialen in der Slowakei und Slowenien sowie die Folgen eines Tunnelbauvorhabens in Tirol im Geschäftsjahr 2005/2006 das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht. Nach einer Restrukturierung besserte sich die Lage noch einmal. Im Herbst 2008 wechselte die Geschäftsführung, unter dieser sollte das Projektgeschäft in Wien ausgebaut werden. Dies mündete zur Anstellung neuer Mitarbeiter, zu deren Auslastung laut AKV "auch knapp kalkulierte Aufträge" abgewickelt werden mussten. Die Ausweitung der Geschäftstätigkeit habe zu Kontrollverlusten auf Baustellen geführt, sodass mit Gewinn kalkulierte Bauvorhaben letztlich mit Verlust abgeschlossen wurden. (APA)

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