Topteams steigen ins Play-off ein

16. Jänner 2011, 11:46
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New York Jets eröffneten vor Schlager "Krieg der Worte" - Rekordmeister Pittsburgh und Green Bay als Erste im Conference-Finale

Boston - Auch die vier Topteams der National Football League (NFL) steigen am Wochenende ins Play-off ein. Zwei Spiele sind für den Einzug in Super Bowl XLV noch zu überstehen. Das Spiel der Spiele steigt am 6. Februar im Stadion der Dallas Cowboys in Arlington/Texas. Topfavorit sind die New England Patriots, das mit 14:2 Siegen beste Team der regulären Saison. Die Equipe um Superstar Tom Brady trifft am Sonntagabend (22.30 Uhr/live Puls4) im Conference-Halbfinale auf die New York Jets.

Dreimal hat Brady die größte Trophäe bereits nach Massachusetts geholt, seit 2005 gibt es aber eine Durststrecke. Dazu haben die Jets längst einen "Krieg der Worte" eröffnet. Cornerback Antonio Cromartie etwa hatte den Star der Patriots in einem Interview übel beschimpft. "Ich hasse Tom Brady, ich hasse alle Patriots", war noch eine der nettesten Aussagen. Jets-Coach Rex Ryan dagegen hat das Duell zu einer "persönlichen Angelegenheit" zwischen ihm und seinem erfolgreicheren Pendant Bill Belichick erklärt.

In der regulären Saison hatten die Patriots die Jets Anfang Dezember mit 45:3 überrollt. Die New Yorker haben durch eine 17:16-Revanche für das Vorjahres-Halbfinale gegen die Indianapolis Colts in der ersten Play-off-Runde vergangenes Wochenende aber neues Selbstvertrauen getankt. Brady gab sich ob der Anfeindungen cool. "Ich habe schon schlimmere Beleidigungen hinnehmen müssen", erklärte der 33-Jährige, der mit Supermodel Gisele Bündchen verheiratet ist. "Wir werden unsere Antwort wie immer auf dem Feld geben."

Packers im grünen Bereich

Als erste erreichten in der Nacht auf Samstag die Pittsburgh Steelers und die Green Bay Packers das Conference-Finale. Nachdem die Packers in der Vorwoche bereits die Philadelphia Eagles mit 21:16 gerupft hatten, bezwangen sie nun die Atlanta Falcons überraschend deutlich mit 48:21. Die Pittsburgh Steelers holten unterdessen die Baltimore Ravens mit 31:24 vom Himmel.

Matchwinner war Packers-Quarterback Aaron Rodgers, der 31 seiner 36 Pässe zu den Mitspielern brachte und damit einen Raumgewinn von 366 Yards verbuchte. Dem 27-Jährigen gelangen drei Touchdown-Vorlagen, ein weiteres Mal trug er den Ball selbst in die Endzone. "Wenn man bedenkt, wie wichtig dieses Spiel war, war es wahrscheinlich meine beste Leistung", resümierte Rodgers.

Obwohl Atlanta mit 13:3-Siegen das zweitbeste Team der regulären Saison war, ließen die Packers die Gastgeber nie in die Partie kommen und stellten mit ihren erzielten 48 Zählern einen neuen Play-off-Punkterekord in der 92-jährigen Geschichte des Vereins auf, der nun auf den Sieger des Duells Chicago gegen Seattle.

Zum fünften Mal innerhalb von zehn Jahren stehen die Steelers in der Runde der besten Vier. Dabei sah im Heimspiel gegen Erzrivale Baltimore zur Pause noch alles nach dem Saison-Ende für die Gastgeber aus. Die Ravens führten unter anderem durch zwei Touchdowns innerhalb von knapp 30 Sekunden mit 21:7. Runningback Rashard Mendenhall gelang aber 1:33 Minuten vor dem Ende der siegbringende Touchdown zum 31:24. Auf die Steelers warten nun entweder die Jets oder die Patriots.  (APA/dpa/Reuters/red)

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